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Montag, 17 Februar 2020 14:06

Kein LKW- und PKW-Transport nach Bormio!

Stilfserjoch/Vinschgau/Bozen/Pressemitteilung - Stilfser Joch: Der Landtag sagt Nein zur Eisenbahnverbindung für den LKW- und PKW-Transport
Der Landtag stimmt auch dem Beschlussantrag der Grünen zum Stilfser Joch-Tunnelprojekt einstimmig zu und spricht sich klar gegen jede Form von Tunnel mit Shuttlezügen aus, die der Beförderung von Autos und Lastwagen dienen sollen.
Die Region Lombardei drängt seit Jahren auf den Bau eines Tunnels unter dem Stilfser Joch zwischen dem Vinschgau und dem Veltlin. Die Wirtschaftslobbys der Lombardei und die lombardische Lega-Regionalregierung selbst haben einen Straßentunnel angestrebt, gegen den sich Südtirol stets gewehrt hat. Kürzlich hat jedoch ein lombardisches Unternehmen im Dienste der Region Lombardei eine Meinungsumfrage im Obervinschgau durchgeführt. Dabei ging es um einen Eisenbahntunnel, der jedoch im Dienste des Straßenverkehrs stehen sollte.
Als Musterbeispiel für das Stilfser Joch erwähnt die Umfrage die beiden bereits in der Schweiz verkehrenden Shuttlezüge Simplon und Vereina. Diese Autoverladesysteme haben die Möglichkeit, verschiedene Arten von Fahrzeugen, darunter auch schwere Fuhrwerke, mit einer beträchtlichen Kapazität zu befördern: Am Simplon beispielsweise wurden 2015 1,2 Millionen Fahrzeuge mit einem Shuttle-Zug transportiert.
Die Grüne Fraktion forderte daher den Landtag auf, sich klar gegen jegliche Variante auszusprechen, bei der Züge als Feigenblatt zur Förderung des Straßenverkehrs benutzt werden. „Der Schienenverkehr muss einer nachhaltigen Mobilität dienen und darf nicht zum Magneten für zusätzlichen Leicht- oder Schwerverkehr werden“, kommentiert der Erstunterzeichner Riccardo Dello Sbarba, „das Ziel gewisser Kreise in der Lombardei ist es, das alte Projekt einer neuen alpenquerenden Straßentransitstrecke zwischen Ulm und Mailand zu realisieren, die den Obervinschgau in einem Meer von Lastwagen ertränken würde“.
Der Landtag genehmigte einstimmig jenen beschließenden Teil des Grünen Antrags, der das Land dazu verpflichtet, jegliche geplante Eisenbahnverbindung zwischen dem oberen Vinschgau und dem Veltlin, die den Transport von Pkws, Lkws, Bussen und anderen Straßenfahrzeugen auf Zügen vorsieht, abzulehnen.

Im Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe, trägt nicht nur die neue Champagnerbar Laaser Marmor, sondern auch die neu designte Käseabteilung. Optik und Haptik faszinieren bei beiden Projekten.

von Thomas Sigmund

Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) ist das bekannteste Warenhaus Deutschlands und mit 60.000 m² Verkaufsfläche eines der größten Europas. Seit Ende der 1920er Jahre gehört die im sechsten Stockwerk befindliche Feinkostabteilung zu einer der wichtigsten Attraktionen des Berliner Luxuskaufhauses. Nach Umbauarbeiten im Jahr 1978 verfügt das KaDeWe über die zweitgrößte Lebensmittelabteilung eines Warenhauses weltweit. 2018 beschloss der Eigentümer, die thailändische Central Group, einen großangelegten Umbau der auf 7500 m² ausgelegten „Food hall“, wie die Feinschmeckeretage offiziell bezeichnet wird. Unter der Planung des Berliner Designstudios Karhard lieferte die Lasa Marmo im selben Jahr für die Neugestaltung der Champagnerbar einen massiv aus LASA BIANCO NUVOLATO® gestalteten Tresen. Für die neu designte Käseabteilung wurde die neue Produktlinie LASA INDIVIDUAL® für die Taschenablage an der Käsetheke geliefert.

Das KaDeWe ist seit seiner Gründung im Jahr 1907 ein Kaufhaus der Superlative. Als einer der größten Department Stores weltweit erfindet sich das Berliner Kaufhaus immer wieder neu und lässt Tradition und Moderne verschmelzen. Schaufenster und Innenarchitektur des KaDeWe sind ein Spiegelbild aktueller Trends. Die gesamte sechste Etage ist der Feinkost und der Esskultur gewidmet und ist mit zahlreichen Spezialitätenrestaurants und Feinkostabteilungen seit jeher ein s10 194Magnet für neugierige und anspruchsvolle Genießer.
Die Architekten Thomas Karsten und Alexandra Erhard vom Berliner Designstudio Karhard inszenieren in den neugestalteten Abteilungen der „Food hall“, über die gewählte Form der Innenarchitektur, die zum Verkauf angebotenen Lebensmittel. Konzeptionell lehnen sich die eingesetzten Materialien im Zusammenspiel mit Licht und einer auf die Sinnesorgane ausgerichteten Haptik an die ausgestellten Produkte an. In der Champagnerbar steht natürlich der aus der Champagne stammende französische Schaumwein im Mittelpunkt. Die Innendesigner kreierten hierzu mit einem in zarten Weiß-Grautönen veredelten Laaser Marmor, polierten Goldoberflächen und einem cremefarbenen Terrazzoboden ein champagnerleichtes Ambiente. Selbst die kugeligen Lampen erinnern an die prickelnden Champagnerbläschen. Ebenso stilvoll gestaltet die Taschenablage für die Verkaufstheke in der großräumig angelegten Käseabteilung des KaDeWe, in welcher über 1.300 Käsesorten aus aller Welt angeboten werden. Hier erinnert leicht venierter Laaser Marmor an die natürliche Färbung so manch feinschmeckender Käsespezialität.

Dienstag, 18 Februar 2020 15:00

Dritte Begegnung Schule – Unternehmen

von Heinrich Zoderer

Prad/Betriebsbesichtigung
Auf Einladung des Unternehmerverbandes im Bezirk Vinschgau gab es am 10. Februar die dritte Begegnung zwischen der Schulwelt und einem Vinschger Großbetrieb. Nach der Firma Hoppe und dem Sockelleistenhersteller Pedross in den letzten Jahren, fand dieses Jahr das Zusammentreffen bei der Firma Polyfaser in der Industriezone in Prad statt. Direktoren der Schulsprengel Prad, Laas und Latsch, sowie die Berufsberaterinnen und mehrere Lehrpersonen aus dem Vinschgau folgten der Einladung und konnten bei einem Betriebsrundgang und dem anschließenden Gespräch Einblicke in die Arbeitswelt eines Schwimmbeckenunternehmens gewinnen. Gustav Rechenmacher, der Bezirksvertreter des Unternehmerverbandes betonte, dass durch diese Begegnungen, sowie s8sp9 Rechenmacher Wagmeister Kustatscherdurch die „Open Days“, die Zusammenarbeit mit den Schulen gestärkt und den Lehrpersonen und Jugendlichen Einblicke in die Arbeitsabläufe eines Großunternehmens vermittelt werden sollten. Außerdem soll die Vielfalt der Berufe und Arbeitsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Patrick Wagmeister, Mitarbeiter des Familienunternehmens in der dritten Generation, stellte die Firma Polyfaser mit den 100 Mitarbeitern vor und führte die Besucher, zusammen mit Alexander Schöpf, Carmen Koch und Markus Kreidl durch die Betriebshallen des Unternehmens. Die Firma Polyfaser wurde 1968 von Josef und Elda Wagmeister gegründet und wird heute von den Söhnen Horst, Helmut und Manfred geführt. Jährlich werden rund 700 Schwimmbecken und 100 Boote hergestellt, außerdem 250 Schwimmbadüberdachungen und 25 Dampfbäder. Im anschließenden Gespräch, moderiert von Irene Kusstatscher vom Unternehmerverband, berichteten die Mitarbeiter des Unternehmens über ihre Aufgabenbereiche und den beruflichen Werdegang. Betont wurde, dass eine breite Grundausbildung wichtig ist, aber auch die Neugier und die Bereitschaft sich weiterzubilden, um den gesellschaftlichen und betrieblichen Herausforderungen gewachsen zu sein. Wenn das vorhanden ist, gibt es tolle Chancen für Jugendliche, meinte Kustatscher.

Montag, 17 Februar 2020 14:00

2019 war schlechtes Honigjahr

Tartsch/Vinschgau - Rund 100 Imkerinnen und Imker aus dem Imkerbezirk Obervinschgau konnte Obmann Othmar Patscheider am 8. Februar in Tartsch zur Jahreshauptversammlung begrüßen, darunter den Bundesobmann Engelbert Pohl, den Vinschger Abgeordneten in Rom Albrecht Plangger und den Landtagspräsidenten Josef Noggler. Die 226 Imkerinnen und Imker im Bezirk Obervinschgau halten zirka 2200 Bienenstöcke und sorgen für hochwertigen Honig. Patscheider zog Bilanz über das Vereinsjahr 2019. Der Ertrag in diesem Honigjahr war witterungsbedingt äußerst schwach. Die Bienen sind immer wieder auch durch Pestizide in der Landwirtschaft gefährdet und sterben in großen Zahlen, wenn Obstbauern beispielsweise das Spritzverbot während der Blütezeit nicht beachten. Es gebe immer wieder schwarze Schafe, so Patscheider. 11 Proben (tote Bienen) seien 2019 während der Zeit des Spritzverbotes mit Verdacht auf Vergiftungen untersucht worden. s9 6625Und mehrere waren positiv. Patscheider bemüht sich um Sensibilisierung der Landwirte. „Die Bauern sollten in der Nacht oder am frühen Morgen spritzen. Nach neun Uhr sollte kein Spritzpanzen mehr zu sehen sein“, so Patscheider. Gut angenommen wurde die 2019 errichtete Carnica- Königinnen-Belegstelle in Trafoi. Pate und Vermittler zwischen Imker und Nationalpark ist Albrecht Plangger. Rund 1.000 Königinnen seien im ersten Jahr begattet worden, erklärte Hubert Stillebacher, der die Belegstelle betreut. Das Projekt Trachtpflanzen (Ausgabe von Spätblühern) wurde 2019 rege genutzt. Die Nachfrage ist groß. Für die nächste Verteilung stehen 364 Pflanzen der Forststation Prad bereit. Probleme bereiten den Imkern die Varroa-Milbe und deren Bekämpfung. Engelbert Pohl referierte über neueste Erkenntnisse zu diesem Thema. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder im Imkerbezirk Obervinschgau. Seit 50 Jahren Imker sind: Eberhöfer Josef (Tartsch), Walter Florineth (Graun), Karl Sagmeister (Glurns), Albin Patscheider (Burgeis), Alois Stecher (Langtaufers), Josef Moser (Prad) und Josef Winkler (Mals).
35 Jahre Imker sind: Johann Hilber und Egon Tschnett (beide Schluderns), Giordano Gentilini (Tartsch), Alfred Gander und Hugo Gapp (beide Prad). Seit 25 Jahren sind Eduard Wegmann (Schluderns), Hubert Blaas (Matsch) und Martin Habicher (Graun) Imker. Die Verdienstauszeichnung des Imkerbundes Südtirol in Silber erhielt Josef Thanei (Tartsch).
Mit zwei Informationsveranstaltungen im Gemeindesaal von Schluderns starten die Obervinschger Imker in die Saison 2020. Am 20. März spricht der Fachberater der Laimburg Andreas Platzer über „Ernten, verwerten und vermarkten von Honigprodukten“. Am 27. März spricht Hubert Stillebacher aus Prad über „Die Königinnen und ihre Wertschätzung“. Beginn ist jeweils 20.00 Uhr. (mds)

Montag, 17 Februar 2020 13:59

Rom Info ins Tal

von Albrecht Plangger - Hier in Rom dreht sich alles um das sog. „milleproroghe“ Gesetzesdekret und um die Verjährung im Strafrecht. Gegen Jahresende erlässt der Staat nämlich immer wieder ein Gesetz, um angelaufene Fristen zu verlängern, Finanzierungen für zeitlich begrenzte Maßnahmen neu aufzulegen, das Inkrafttreten von genehmigten Gesetzen zu verzögern und ähnlichen „Unfug“ zu treiben. Aus Südtiroler Sicht dürfen wir uns aber über diesen „Unfug“ nicht beklagen, da gar einige politische Versprechen der letzten Monate mit diesem Gesetz erfüllt werden. In der Sanität werden die Haushalts-Einschränkungen zurückgenommen, die in einer „Nacht und Nebel Aktion“ im Bilanzgesetz des Staates verabschiedet worden waren. Bei der Schule wird es einen Aufschub bis 2022 für den sog. INVALSI-Test in Deutsch und Ladinisch bei der Matura geben und sogar für die sog. „Neutralitätsklausel“ (damit sich staatliche Steuersenkungen nicht allzu sehr auf den Landeshaushalt auswirken) soll kommen. Auch die Schutzhütten erhalten ein weiteres Jahr Zeit, die Brandschutzbestimmungen umzusetzen und die öffentlichen Konzessionäre (z.B. Stromverteilung usw.) können bis einschließlich 2021 weiterhin Aufträge mit eigenem Personal umsetzen, statt wie im Vergabegesetz vorgesehen mindestens 80% der Investitionsaufträge öffentlich ausschreiben. Aber dies nicht ohne Gegenleistungen. Im Rahmen dieses Gesetzesdekretes soll auch die Verjährung im Strafprozessverfahren neu oder anders geregelt werden. Bei uns am Gerichtsstandort Bozen ist die Verjährung kein Problem und berührt weniger als 1% der Gerichtsfälle. An Standorten wie Rom und Neapel „verjähren“ teilweise die Hälfte der Strafprozesse. Dies will die 5 Sterne Bewegung mit allen Mitteln ändern. Für uns ist dies aber kein weltbewegendes Thema, so konnten wir in der Kommission mit unseren 2 Stimmen in unserer „Gemischten Gruppe“ die Mehrheit absichern. Die alles entscheidende Abstimmung ist 44 zu 42 ausgegangen… So läuft eben das parlamentarische Geschäft. Die Töne in Rom schwellen in diesen Tagen immer wieder an, als könnte es zum Bruch kommen, aber es wird sich alles wieder beruhigen, da in Italien eher Brücken einstürzen als Koalitionen zur Machterhaltung, auch wenn man miteinander überhaupt nicht kann.

Der Radweg zwischen Schleis und Laatsch wird auf die orografisch linke Seite der Etsch verlegt und der Grünstreifen zwischen Radweg und Böschung ökologisch aufgewertet.

Seit geraumer Zeit ist der Etschradweg entlang der antiken Römerstraße Via Claudia Augusta im Oberen Vinschgau zwischen Schleis und Laatsch nur über eine Umleitung befahrbar. Das Teilstück auf der orographisch rechten Seite der Etsch liegt in einem steinschlaggefährdeten Gebiet und ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. "Es war unerlässlich, die Trasse des Radweges aus dem Gefahrenbereich zu verlegen", erklärt Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer.

Heute (11. Februar) hat die Landesregierung daher auf ihren Antrag hin beschlossen, das gefährdete Teilstück aus dem Bauleitplan zu streichen und die Eintragung eines neuen Radweges über eine Länge von circa 900 Metern im Osten der Etsch zu genehmigen.

Zur Sicherheit für Radfahrer wird der neue Abschnitt im oberen Bereich im Abstand von drei Metern von der Böschungskante entlang der Etsch geführt. Die Trasse wurde so geplant, dass zugleich landwirtschaftlicher Kulturgrund geschont und die Zerstückelung von landwirtschaftlich genutzten Flächen auf ein Minimum reduziert werden kann. Der Grünstreifen zwischen Böschungskante und Radweg soll durch das Pflanzen von ortstypischen Sträuchern und Bäumen ökologisch aufgewertet werden. "Diese Lösung erfüllt die Auflagen des Gewässerschutzes", betont Hochgruber Kuenzer.

Mit der Verlegung der Radtrasse zwischen Schleis und Laatsch auf die orographisch linke Seite der Etsch wird der Vinschger Radweg wieder durchgängig – ohne Umleitung – befahrbar, "das ist uns wichtig", sagt die Landesrätin für Raumentwicklung und Landschaftsschutz abschließend.

LPA/mpi

Dem Landeshochbauprogramm 2020 bis 2022 hat die Landesregierung heute zugestimmt. 127,2 Millionen Euro stehen aufgeteilt auf drei Jahre für 222 Bauvorhaben zur Verfügung.

Schulbauten, Sozialeinrichtungen, Bürogebäude, Schutzhütten, Straßenstützpunkte, Museen und Gebäude für das Heer auf der Grundlage des Tauschabkommens zwischen Staat und Land: Aus diesen Bereichen stammen die 222 Bauvorhaben im Landeshochbauprogramm 2020-2022, das die Landesregierungheute (11. Februar) auf Vorschlag von Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone genehmigt hat. Für ihre Finanzierung stehen insgesamt 127,2 Millionen Euro zur Verfügung: 26,7 Millionen Euro für das Jahr 2020, 46,6 Millionen Euro für das Jahr 2021 und 53,9 Millionen Euro 2022.

"Das mehrjährige Prioritätenprogramm spiegelt die erhobenen Erfordernisse wider und ist - sowohl was die Landesteile als auch was die Sektoren betrifft - ausgewogen", unterstreicht Landesrat Massimo Bessone. Die prioritären Eingriffe seinen gemeinsam mit den verschiedenen Ressorts festgelegt worden. 

Neue Haushaltsplanung "DANC"

Neu ist in diesem Jahr die Finanzplanung über die genehmigte und nicht vertraglich abgeschlossene Verschuldung (DANC – debito autorizzato non contratto). Sie ermöglicht es, die Planung der Eingriffe bereits im Jänner aufgrund der geschätzten Mittel aus dem Nachtragshaushalt vorzunehmen. Bisher wurden sie erst im August bereitgestellt. "Auf diese Art und Weise können Bauvorhaben verschiedener Ressorts finanziert werden, für die es bereits seit längerem Ausführungsprojekte gibt", erklärt Bessone. "Nun kommen wir hier einen wichtigen Schritt voran." Rund 92 Millionen Euro stehen im Zeitraum 2020-2022 über die Haushaltsplanung DANC zur Verfügung.

Fokus auf Schule, Soziales und Kultur

Von den 222 Bauvorhaben, die über das Dreijahres-Hochbauprogramm finanziert werden können, sind 32 Prozent Schulbauten, 11 Prozent Sozialeinrichtungen, 13 Prozent Museen, weitere 11 Prozent Gebäude für das Heer, 24 Prozent "anderes" (Bürogebäude, Schutzhütten , Versuchszentrum Laimburg) und neun Prozent Sammelstellen und Stützpunkte.

"Darunter sind zahlreiche Bauvorhaben, die aufgrund der neuen Haushaltsplanung finanziert werden können", ergänzt Bessone. Dazu gehört die Errichtung eines Studentenheims beim Berufsbildungszentrum Moritzing in Bozen (30 Millionen Euro) und die Sanierung und Erweiterung des Schülerheims Damiano Chiesa in Bozen (16,6 Millionen Euro). Weitere Bauvorhaben betreffen die Sanierung der Fassaden und den Austausch der Fenster und Türen der FOS Marie Curie in Meran (2,7 Millionen Euro) sowie die Errichtung einer flexiblen Laboreinrichtung für das Versuchszentrum Laimburg in Pfatten (13,3 Millionen Euro). Finanziert werden auch der Umbau des ehemaligen Schülerheims Waldheim in Bruneck (2,9 Millionen Euro) zu einer Einrichtung für autistische Patienten sowie der Wiederaufbau eines Zentrums für Menschen mit Beeinträchtigung in der Europaallee 138 in Bozen. Für die Sanierung von Schloss Feldthurns stehen 824.000 Euro, für den Umbau und die Erweiterung des Besucherzentrums "Geoparc Bletterbach" in Aldein 2,2 Millionen Euro und für die Büros des Landes in Rom 470.000 Euro aus Mitteln der neuen Haushaltsplanung zur Verfügung.

Mittel aus dem Nachtragshaushalt 2019

"Dank der Mittel aus dem Nachtragshaushalt vom August 2019 konnten zahlreiche neue Vorhaben in die Wege geleitet werden", betont Landesrat Bessone. So wird im Lauf der nächsten Monate der Umbau und die Erweiterung des Sozialzentrums Trayah in Bruneck und der Umbau des Schulzentrums Stern im Gadertal beginnen. "Die Vereinbarungen mit den Gemeinden ermöglichen es, Kosten und Nutzung der Einrichtungen zu optimieren", unterstreicht Bessone die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit vor Ort. Aus dem Nachtragshaushalt 2019 stammen auch die Mittel für die Errichtung des neuen Sitzes des Berufsbildungszentrums Marconi in Meran/Untermais sowie für den Neubau der Stettiner Hütte im Passeiertal.

Instandhaltung der Schutzhütten

Im Sommer 2020 werden außerordentliche Instandhaltungsarbeiten in der Höhe von 5,6 Millionen Euro in einigen der 26 Schutzhütten des Landes durchgeführt. Oberste Priorität haben Arbeiten in der Zwickauerhütte, Müllerhütte, im Becherhaus, in der Teplitzer Hütte, Lenkjöchlhütte, Zsigmondyhütte, Langkofelhütte und in der Zufallhütte. Für Schutzhütten der zweiten Priorität wird im Frühjahr 2020 das Ausführungsprojekt abgeschlossen und die Arbeiten werden im Sommer 2020 beginnen: Dies ist der Fall für die Sanierungsarbeiten in der Payerhütte, Berglhütte, Lodnerhütte, Chemnitzer Hütte, Kasseler Hütte, Birnlückenhütte, Regenburgerhütte und in der Grasleitenhütte. 

Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten

Nicht zuletzt werden verschiedene Schulen in Bozen (TFO Max Valier, FOB Delai, Landesfachschule für Sozialberufe Hannah Arendt) das regionale Verwaltungsgericht saniert. Hinzu kommen die ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten der 310 Landesimmobilien und die energetische Sanierung von 27 Landesgebäuden mit EU-Mitteln, für die innerhalb Juni 2020 die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen soll.

Voraussichtlich innerhalb 2020 ausgeschrieben werden weiters die Arbeiten für die Sanierung des Bürogebäudes der Dozenten der Freien Universität Bozen, die Errichtung eines Fahrradparcours in Leifers, die Realisierung einer Bunker-Dauerausstellung in der Franzensfeste und für die Realisierung einer Mensa für verschiedene Landesschulen in Sterzing.

LPA/sa/mpi

Wegen umfassender Sanierungsarbeiten bleibt der Umfahrungstunnel von Naturns vom 17. Februar bis zum 6. März für den Verkehr gesperrt. Umleitung durch die Ortschaft.

Der Umfahrungstunnel von Naturns wird ab Montag, 17. Februar bis zum Freitag, 6. März für Sanierungsarbeiten rund um die Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch die Ortschaft. Der 2,4 Kilometer lange Tunnel wurde im Jahre 2003 in Betrieb genommen. Nun stehen zwei wichtige Eingriffe für die Sanierungan: Einmal muss die interne Hydrantenleitung ersetzt werden. Sie war bereits mehrmals repariert worden. Zusätzlich wird auch die Einfahrtsbeleuchtung ersetzt: Hier kommen energiesparende LED-Leuchten zum Einsatz, die auch eine verbesserte Beleuchtung der Ein- und Ausfahrt des Tunnels garantieren. Die vollständige Sperrung des Tunnels ist notwendig, um die Sicherheit während der Arbeiten zu garantieren.

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten wird dann die Straße im Dorfzentrum von Naturns in Abstimmung zwischen Straßendienst und Gemeinde saniert.

LPA/rc/sf

Donnerstag, 06 Februar 2020 14:49

Landesverwaltung sucht Geologen oder Geologin

Für das Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung in Kardaun sucht die Landespersonalabteilung einen Geologen oder eine Geologin. Die Stelle soll über einen Wettbewerb unbefristet besetzt werden.

Ein mindestens vierjähriges Hochschulstudium im Bereich der Erdwissenschaften (Geologie) und der Zweisprachigkeitsnachweis C1 (ehemals A) sind Voraussetzung für die Teilnahme am öffentlichen Stellenwettbewerb, den die Landespersonalabteilung ausgeschrieben hat. Besetzt werden soll eine Vollzeitstelle (38 Stunden) der IX. Funktionsebene im Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung, das der Abteilung Hochbau und technischer Dienst angegliedert ist und seinen Sitz in Kardaun hat. 

Die Wettbewerbsankündigung wurde auf den Webseiten des Landes zum Personal unter "Wettbewebe" und im Amtsblatt der Region veröffentlicht. Die Anträge um Teilnahme am Wettbewerb sind bis spätestens 2. März 2020 (12 Uhr) im Landesamt für Personalaufnahme einzureichen. Die Stelle ist keiner Sprachgruppe vorbehalten. Eine über den Wettbewerb erreichte Eigung ist drei Jahre lang gültig. 

Informationen auf der Internetseite des Landes Südtirol im Bereich Personal und im Amt für Personalaufnahme, Bozen, Rittner Straße 13, Karin.Steger@provinz.bz.it, Tel. 0471 412105

LPA/jw

450 Jugendliche starten heute im Zug der Erinnerung zu den Gedenkstätten im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Ab Donnerstag wird auch LH Kompatscher mit ihnen der Holocaust-Schrecken gedenken.

Landeshauptmann Arno Kompatscher wird sich im Lauf dieser Woche den rund 450 Jugendlichen aus der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino anschließen, die heute vom Brenner aus Richtung Krakau starten. Gemeinsam mit weiteren 2000 Schülerinnen und Schülern aus ganz Italien nehmen sie am von der Vereinigung Deina organisierten Projekt Promemoria Auschwitz teil.

Die rund 200 Jugendlichen aus Südtirol machen sich heute (4. Februar) Nachmittag mit dem Zug der Erinnerung auf die lange Reise, die sie am Mittwochvormittag nach Krakau bringt. In und unweit dieser Stadt im Süden Polens liegen die vielleicht bekanntesten und symbolträchtigsten Orte des Holocaust.

Kompatscher: "Lernen, dass unser Tun immer Folgen hat"

Landeshauptmann Kompatscher wird die Schülerinnen und Schuler am Donnerstagnachmittag erreichen. Dann werden die Jugendlichen bereits die Fabrik von Oskar Schindler besucht haben. Der deutsche Unternehmer hatte rund 1000 Juden angestellt und so vor dem Tode bewahrt. Der bewegendste Augenblick des Aufenthalts von Arno Kompatscher und den Jugendlichen aus Tirol, Südtirol und Trentino wird mit Sicherheit der Besuch im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau sein. Für Kompatscher, ist es selbst der erste Aufenthalt in Auschwitz. Der Landeshauptmann ist überzeugt: „Der Einblick in die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts ermöglicht den Jugendlichen, zu begreifen, dass menschliches Handeln immer Folgen hat. Sie lernen, sich eine Meinung zu bilden, Gut von Schlecht zu unterscheiden und sich mit Einsatz und Leidenschaft in die Wertedebatte einzubringen.“

Südtiroler Jugendliche starten heute

Noch vor dem Start in Bozen haben die Landesräte für deutsche und italienische Schule, Philipp Achammer und Giuliano Vettorato die Südtiroler Jugendlichen heute Nachmittag in Bozen verabschiedet. Achammer bereitete die Jugendlichen mit folgenden Worten vor: „Es ist ein beklemmendes Gefühl, in Ausschwitz zu stehen – dort wo sich die Abgründe des menschlichen Seins gezeigt haben.“ Der Landesrat appelliert an die Jugend: „Seid stets Teil des demokratischen Gewissens, das sich gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus stellt!“

Auch für Vettorato ist Promemoria Auschwitz eine „Reise wider das Vergessen, denn eine unermessliche Tragödie wie jene der Shoah darf sich niemals wiederholen.“ Für die jungen Generationen sei es „keine einfache Reise, sondern ein wichtiger Reifeprozess. Es liegt an ihnen, die Erinnerung zu bewahren. Denn die Vergangenheit aufzugeben heißt, die Zukunft aufzugeben.“

LPA/fgo/gst

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