Die Freiheitlichen
Die Freiheitlichen trauern um Dr. Josef „Pepi“ Fontana
Mit großer Betroffenheit haben die Freiheitlichen die Nachricht vom Ableben von Dr. Josef „Pepi“ Fontana aufgenommen. Mit seinem Tod verliert Südtirol nicht nur einen bedeutenden Historiker und Wissenschaftler, sondern auch einen der letzten Zeitzeugen und Akteure jener Generation, die sich in einer schwierigen Epoche für die Rechte und die Zukunft ihrer Heimat eingesetzt hat.
Josef „Pepi“ Fontana wurde am 3. Juli 1937 in Neumarkt geboren. Bereits in jungen Jahren schloss er sich dem Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) an und war Teil jener Generation, die gegen die fortdauernde Entrechtung und Italianisierung Südtirols auftrat. Die Jahre der Haft, die er für sein politisches Handeln auf sich nehmen musste, prägten sein Leben nachhaltig. Doch Fontana ließ sich davon nicht brechen. Im Gegenteil: Aus dem gelernten Maler wurde durch Fleiß, Bildung und Beharrlichkeit einer der angesehensten Historiker Tirols.
Mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten, seinen zahlreichen Publikationen und seinem Wirken am Südtiroler Kulturinstitut leistete er einen unschätzbaren Beitrag zur Aufarbeitung und Bewahrung der Tiroler und Südtiroler Geschichte. Seine Werke werden auch für kommende Generationen von bleibendem Wert sein.
Die Freiheitlichen gedenken Dr. Josef „Pepi“ Fontana mit großer Dankbarkeit und Respekt. Er war ein Mensch mit Haltung, Überzeugungskraft und intellektueller Klarheit, der seinen Grundsätzen stets treu geblieben ist. Sein Leben steht beispielhaft für Einsatzbereitschaft, Heimatverbundenheit und den Glauben an die Kraft von Bildung und Wissen.
Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen, Freunden und Weggefährten. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei all jenen, die ihm nahestanden und die nun Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen nehmen müssen.
Das Vermächtnis Josef Fontanas reicht jedoch weit über sein persönliches Wirken hinaus. Sein Blick auf Südtirol war stets von Zuversicht geprägt. Er erinnerte daran, dass sich unsere Volksgruppe behauptet und erholt hat und heute über weitreichende Möglichkeiten der Selbstverwaltung verfügt. Für ihn standen nicht Klagen und Resignation im Mittelpunkt, sondern die Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Diese Haltung sollte auch künftig Leitbild für Südtirol sein: Selbstbewusst die eigenen Möglichkeiten nutzen, Verantwortung übernehmen und die Zukunft unseres Landes aktiv gestalten. In diesem Sinne bleibt Josef „Pepi“ Fontana ein Vorbild und Symbol für eine positive, mutige und heimatverbundene Entwicklung Südtirols.