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Schlanders

75 Jahre ASC Schlanders

von Angelika Ploner
Der Auftakt zum Jubiläumsjahr des ASC Schlanders ist gelungen: Viele sind der Einladung gefolgt und haben den Vortrag von Sportpsychologin Monika Niederstätter am 22. Jänner 2026 in der BASIS Schlanders mit Interesse verfolgt.
veröfftl. am 03. Februar 2026

Idealismus, Mut und Engagement zeichnen die 75-jährige Geschichte des ASC Schlanders aus. „Es steckt viel Herzblut im Verein. Er ist ein Stück Dorfkultur“, sagte Präsident Georg Hasenburger vor vollen Stühlen in der BASIS Schlanders. 1950 wurde der ASC Schlanders gegründet, 1962 neu gründet, 1964 gewann man etwa die Vinschger Fußballmeisterschaft. „Dieses Jubiläumsjahr ist all jenen gewidmet, die sich in den vielen Jahren für den Verein eingesetzt haben, den Ehrenamtlichen, den Mitgliedern, den Trainern, den Familien, den Sportlerinnen und Sportlern.“ So bunt wie der Verein selbst, so bunt ist auch das Programm. Es wird ein halbes Jahr voller Begegnungen geben mit einem Festakt am 4. Juli 2026 und einer großen Lotterie mit drei Hauptpreisen: einem E-Auto, einem Wellnessgutschein und einer Ortler Skiarena-Saisonskarte. BMin Christine Kaaserer dankte vor allem für die wertvolle Jugendarbeit. Der Obmann des VSS Paul Rubin unterstrich die Wichtigkeit der Pionierarbeit von damals. „Tiat liaber orbeiten Buabm“, hätte es damals geheißen. „75 Jahre, das heißt mehr als drei Generationen Sport. Ihr seid unersetzlich.“
Vereinssport zwischen Spaß, Leistung und psychischer Gesundheit, dazu referierte Monika Niederstätter. „Sport macht resilienter und ist Lebensschule. Kinder lernen gewinnen, verlieren, fair zu sein, Disziplin und Ausdauer, mit Druck und Krisen umzugehen. Fast alles im Leben wird durch Übung besser, auch das lernt der Sport.“ Der Sport ist einerseits eine tolle Möglichkeiten sich zu entwickeln. Aber: Auch faul sein und nix tun - die Balance zwischen Anspannung und Entspannung - sei wichtig. Der Spaß soll im Vordergrund stehen. Am Besten das ganze Leben lang. Wertvolle Tipps brachte Niederstätter an verschiedene Adressen an. In Richtung Verein: Angebote für nicht leistungsorientierte Kinder zu schaffen, die sich nur bewegen und Spaß haben wollen, sei wichtig. Das Jubiläum könne man zum Anlass nehmen, um die Vereinsphilosophie zu hinterfragen. Was ist Erfolg für uns? Wie gehen wir mit Krisen um? Wer darf zu uns kommen. Nur die Guten? Welche Werte haben wir?
Eltern können einen Satz nicht oft genug wiederholen: „Egal welche Leistung du bringst, ich habe dich immer gleich lieb.“ Und Trainer sollten „nicht Leistung und Wertschätzung vermischen und blindes Ergebnisdenken über alles stellen.“
Kritisch sieht Niederstätter vor allem zwei Entwicklungen: Während Überbehütung in der realen Welt stattfindet, gibt es Unterbehütung in der virtuellen Welt mit Schlafmangel, sozialer Isolation, Konzentrationsstörungen als nur einige der möglichen Folgen. Und: Seit Corona machen Mädchen Sport, um eine gute Figur zu haben. Das wird in den sozialen Netzwerken vorgegeben. Die Buben „pumpen“ für einen schönen Körper. Niederstätter: „Die Ästhetik spielt eine zu große Rolle.“