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40 Jahre Slaranusa – 60 Jahre Lebenshilfe

  • Vorspann: Was vor 40 Jahren von Leuten mit Mut und einer sozialen Ader aufgebaut wurde, ist heute nicht mehr wegzudenken: das Haus Slaranusa, wo sich Menschen mit Beeinträchtigungen wohl fühlen, begleitet werden und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das meinte Karlheinz Kuntner, der Präsident der Lebenshilfe Vinschgau bei der 40-Jahr-Feier in Schlanders. Erinnert wurde auch daran, dass vor 60 Jahren in Bozen die Lebenshilfe und 1968 die Lebenshilfe Vinschgau gegründet wurde.
  • Dachzeile: Schlanders
  • Redakteur: Heinrich Zoderer
  • Redakteur Bild:
  • Weitere Fotos - 1: Podiumsgespräch: v.l.: Emma Pinzger, Georg Horrer, Peter Paul Schalber, Herbert Telser, Robert Kaserer und Martin Nagl
  • Weitere Fotos - 2: Karlheinz Kuntner, seit Februar 2026 Präsident der Lebenshilfe Vinschgau

Kuntner konnte bei der Feier neben Klienten und Mitarbeitern, auch ehemalige Mitarbeiter, Angehörige, Gönner und Freiwillige, sowie die Sozialreferentinnen Kunhilde von Marsoner aus Schlanders und Gerda Gunsch aus Latsch, Roland Schroffenegger, den Präsidenten der Lebenshilfe, Karin Tschurtschenthaler, die Direktorin der Sozialdienste und die ehemaligen Präsidenten der Lebenshilfe Vinschgau, Hermann Schönthaler und Dieter Pinggera begrüßen. Schroffenegger und Marsoner betonten in ihren Grußworten, dass hier ein Ort der Begegnung und des Miteinander entstanden ist, mit einer festen Grundhaltung: jeder gehört dazu und hat seinen Platz in der Gesellschaft. In zwei Podiumsgesprächen, moderiert vom Bereichsleiter Martin Nagl, wurde einmal in die Vergangenheit zurückgeblickt und dann die Gegenwart beleuchtet. Robert Kaserer erzählte über die Anfänge, als die Behinderten ausgegrenzt, abgeschoben und teilweise Zuhause versteckt wurden. Durch die Hilfe der Dorfpfarrer konnten die einzelnen Personen erfasst werden. Später wurden die Eltern zu Fachvorträgen eingeladen und lernten den Umgang mit den Behinderten. Das Ziel war es etwas zu tun und die Behinderten aus der Isolierung herauszuholen, wenn man auch nicht wusste wie, so Kaserer. Man entschied, eine Werkstätte und ein Heim zu bauen. Es gelang einen Grund in guter Lage in Schlanders zu erwerben und am 17. März 1986 konnte die Werkstätte eröffnet werden. Herbert Telser, Betreuer in den Werkstätten und Georg Horrer, der langjährige Bereichsleiter, erzählten über die schwierigen Anfänge, aber auch über die gute Zusammenarbeit und über so manchen Streich. Emma Pinzger, Leiterin der Tagesstätte und des Bereichs Wohnen, erzählte über die Umstellung auf kleine Wohngemeinschaften und das Zusammenleben in familiennahen Gemeinschaften. Peter Paul Schalber, der zuerst in der Werkstätte in Tschengls und Prad betreut und begleitet wurde, erzählte von seiner Arbeit in der Tischlerei. Im zweiten Podiumsgespräch berichteten die Betreuerinnen Claudia Dietl und Sara Gamper über die Wohnsituation heute und die Arbeiten in den verschiedenen Werkstätten. Sieglinde Gufler erzählte aus der Sicht eines Elternteils und über die Erfahrungen als Mitarbeiterin im Vorstand. Carmen Daniel, Mitarbeiterin der Firma Hoppe, berichtete über die langjährige und sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Firma Hoppe und der Lebenshilfe. Diese Kooperation hat sich zu einem landesweiten Vorzeigeprojekt der Inklusion entwickelt. Devid Platzgummer berichtete über seine Tätigkeiten in der Gemeindegruppe beim Aufräumen der Parkanlagen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Lorena Habicher, Lukas Graiss und Sarah Tomasini. Nach den Reden und Gesprächen gab es ein schönes Buffet und eine Führung durch das Haus.

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Abschlussprojekt der 4. Klasse Metalltechnik

  • Dachzeile: Berufsbildungszentrum Schlanders
  • Weitere Fotos - 1:

Die 4. Klasse Metalltechnik mit Robotik hat in Zusammenarbeit mit dem Betrieb Berges ein praxisorientiertes Projekt umgesetzt, das die Schüler fachlich wie handwerklich gefordert hat. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer Tischbohrmaschine mittels Verstellscheibengetriebe, die von der Klasse selbst konstruiert und gefertigt wurde. Berges ist ein führender Hersteller von stufenlosen Getrieben, in welchen einige Abgänger der Fachschule Metalltechnik einen guten Arbeitsplatz erhielten bzw. erhalten. Besonders wichtig war dabei die Umsetzung des Getriebes, das als zentrales Element für eine präzise Regulierung der Drehzahl dient. Durch diese Feinjustierung der Drehzahl kann die Maschine flexibel an unterschiedliche Materialien angepasst werden. Was ihre Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Die exakte Herstellung dieser Komponente zeigte die hohen technischen Möglichkeiten der Ausbildung in der Fachschule Metalltechnik in Schlanders, fordert aber auch eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise der Schüler.
Die Zusammenarbeit mit dem Betrieb Berges bot den Jugendlichen wertvolle Einblicke in reale Fertigungsprozesse und stärkte ihre praktischen Fähigkeiten. Das Projekt gilt als gelungenes Beispiel dafür, wie Theorie und Praxis im technischen Unterricht sinnvoll verbunden werden können.

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Waldtag der Eigenverwaltung Staben

  • Dachzeile: Staben
  • Weitere Fotos - 1: Jagdaufseher  Daniel erklärt die Geschichte des Steinbocks

Bei bestem Wetter lud die Eigenverwaltung Staben die Bevölkerung von Staben zu einem abwechslungsreichen Waldtag ein. Ziel der Veranstaltung war es, den Bürgerinnen und Bürgern die Aufgaben und die Bedeutung der Eigenverwaltung näherzubringen, den gemeinschaftlichen Besitz sichtbar zu machen und das Bewusstsein für die wertvolle Rolle von Wald und Natur zu stärken.
Mit einem Shuttle-Service wurden die Teilnehmer nach „Ladstatt“ gebracht. Von dort aus führte eine etwa 45-minütige Wanderung in Richtung „Gadnertschött“.
Im Mittelpunkt stand der Wald als wertvoller Lebensraum und wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft. Simon und Hannes von der Forststation Naturns erklärten anschaulich die vielfältigen Funktionen des Waldes sowie die Entwicklung der Forstwirtschaft von früher bis heute. Ein besonderes Thema war die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Bedeutung einer regelmäßigen Waldpflege. Die Förster erläuterten, warum Durchforstungsmaßnahmen notwendig sind, um gesunde und stabile Waldbestände zu fördern und den Wald widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Naturereignisse zu machen. Anschaulich erklärt wurde auch die Problematik des Borkenkäfers. Die Besucher konnten sogar echte Borkenkäfer sowie von ihnen befallenes Holz aus nächster Nähe betrachten.
Anschaulich vermittelte Jagdaufseher Daniel die Bedeutung der Jagd für Natur und Wildbestand. Spannende Einblicke gab er außerdem in die Geschichte des Steinbocks in den Alpen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die aktuellen Herausforderungen durch die Ausbreitung von Wolf, Bär und Goldschakal. Wie moderne Wildkameras bei der Beobachtung und Dokumentation der heimischen Tierwelt eingesetzt werden, zeigte Daniel anhand praktischer Beispiele. Die Vorführungen zur Kitzrettung mit Drohne und Wärmebildkamera stießen dabei auf besonderes Interesse.
Ein weiteres Highlight war die Station von Waldarbeiter Heinz aus dem Sarntal. Mit viel Fachwissen und Begeisterung zeigte er altes Handwerk rund um die Waldarbeit und stellte gemeinsam mit den Besuchern eine traditionelle Lärchenpechsalbe her, im Volksmund auch als „Lörget“ bekannt. Dabei erklärte er die Gewinnung und Verarbeitung des Lärchenpechs sowie dessen frühere Verwendung als bewährtes Haus und Heilmittel. Als besondere Erinnerung erhielt jeder Besucher eine kleine Probe des selbst hergestellten „Lörget“ zum Mitnehmen.
Für die Organisation des Waldtages sorgte die Jungschar Staben. Wolfgang erklärte den Teilnehmern die vielen Produkte und Materialien, die aus Holz hergestellt werden, und zeigte auf, welche wichtige Rolle dieser nachwachsende Rohstoff in unserem täglichen Leben spielt. Die Jungschar leistete darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Veranstaltung und trug damit maßgeblich dazu bei, dass der Waldtag in dieser Form durchgeführt werden konnte. Gerade für Eigenverwaltungen wird es aufgrund steigender bürokratischer Anforderungen und eines zunehmenden Verwaltungsaufwandes immer schwieriger, Veranstaltungen und Initiativen für die Bevölkerung umzusetzen. Umso wertvoller ist die Unterstützung durch Vereine und ehrenamtlich engagierte Menschen, die solche gemeinschaftsfördernden Projekte ermöglichen.
Der Seniorenverein verwöhnte die Besucher mit hausgemachten Krapfen, während die Freiwillige Feuerwehr für Gegrilltes sorgte. Gleichzeitig informierten die Feuerwehrmitglieder über Brandschutz und Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Begleitet von musikalischer Unterhaltung entwickelte sich der Waldtag zu einem gemütlichen Treffpunkt für Jung und Alt. Mit dem Waldtag ist es der Fraktion Staben gelungen, die Bedeutung der Eigenverwaltungen als Hüter gemeinschaftlichen Eigentums auf anschauliche Weise zu vermitteln. Der Waldtag zeigte eindrucksvoll, welchen Wert gemeinschaftlicher Besitz für eine Dorfgemeinschaft hat und wie viel durch Zusammenarbeit und ehrenamtliches Engagement erreicht werden kann.

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Ausstellungseröffnung: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr

  • Dachzeile: Glurns/Freiwillige Feuerwehr
  • Weitere Fotos - 1: Ausstellungskuratorin  Helene Dietl Laganda im Schludernser Torturm

Die Stadt Glurns feiert dieses Jahr das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr mit verschiedenen Veranstaltungen. Am 12. April fand der 71. Bezirksfeuerwehrtag der Feuerwehren des Obervinschgau in Glurns statt und am 9. Mai wurde im Stadtsaal das umfangreiche Buch über die Geschichte und das Wirken der Freiwilligen Feuerwehr Glurns, verfasst von den beiden Autoren Helene Dietl Laganda und Christoph Anstein, vorgestellt. Am Sonntag, den 31. Mai wurde im Rahmen einer etwas verspäteten Florianifeier (Gedenktag ist der 4. Mai) die Ausstellung über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr im Schludernser Torturm eröffnet. Nach einer Messfeier in der Pfarrkirche marschierten die Feuerwehrleute zusammen mit der Stadtkapelle zum Festival Gelände. Dort gab es kurze Ansprachen von Armin Windegger, dem Präsidenten von Glurns Marketing, von Bürgermeister Erich Wallnöfer, der Kuratorin der Ausstellung Helene Dietl Laganda und von Stefan Winkler, dem Kulturreferenten von Glurns.
Anschließend konnte die Ausstellung im dritten Stock des Stadtturms besichtigt werden. Eine weitere Veranstaltung fand am Samstag, den 6. Juni statt. Am Nachmittag gab es ab 14:00 Uhr Schauübungen der verschiedenen Blaulichtorganisationen. Die Feuerwehren von Glurns, Schluderns und Taufers, das Weiße Kreuz Mals, die Bergrettung Mals, die Wasserrettung Meran und die Such- und Rettungshundestaffel Vinschgau führten Schauübungen durch und gaben so wertvolle Einblicke in die verschiedenen Rettungsaktionen: bei Verkehrsunfällen, Löschversuche mit Feuerlöscher und Löschdecke, Menschenrettung mit der Drehleiter u.v.m. Ab 18.00 Uhr gab es Live-Musik und um 20:00 Uhr ein Open-Air-Konzert der deutschen Coverband HOTSPOT. (hzg)

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