Eine Begegnung, die berührt – und hilft
“Eine ganz liebe Menschenschar”, hörte aufmerksam den Worten von Margret Bergmann im Weltladen Latsch zu
Zu einer besonderen Begegnung mit einer besonderen Frau kam es am 9. März im Weltladen von Latsch. Margret Bergmann hatte in dem Vortrag “Afghanistan – 1100 Abende für die Menschlichkeit”, auch schöne Dinge aus Afghanistan zu erzählen, die Hoffnung machen.
Als sie vor vielen Jahren in einer Zeitung ein Foto sah, auf dem eine Frau in einer Burka, auf der Strasse nach etwas Essbarem suchte, beeindruckte sie das so sehr, dass sie dachte, ich muss für diese Menschen etwas tun. “Mir geht es in erster Linie um ein würdiges Dasein für die Menschen in Afghanistan. Ich möchte den Menschen, den Frauen und Mädchen dort helfen. Mein Anliegen ist es, dass die Menschen in ihrem eigenen Land, in ihrer eigenen Heimat bleiben können”, sagt Bergmann. Sie trat als Volontärin dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS in Afghanistan bei, sowie dem Verein “Südtiroler Ärzte für die Welt” und unterstützt seitdem Projekte, die Mädchen beispielsweise Zugang zu Bildung und sozialer Entwicklung ermöglichen. “Es gibt kein Land auf der Welt, das Frauen und Mädchen so unterdrückt wie Afghanistan”, sagt Bergmann. Schon 2007 hatte sie sämtliche Kosten für die Mädchenschule in Tabqus, im zentralafghanischen Hochland, finanziert. Ein großes Anliegen von Margret Bergmann ist es, dass jene, die nach der ersten Machtergreifung der Taliban aus ihrer Heimat fliehen mussten, wieder in ihre Heimat zurückkehren können. “Ich habe noch keinen Afghanen kennengelernt, der nicht Heimweh hatte”, sagt sie.
4-mal war Bergmann bereits in Afghanistan und noch heute hat sie Kontakt mit den Jesuiten in Kabul und Herat. Der Verein “Südtiroler Ärzte für die Welt” ermöglicht es, dass Bergmann gehäkelte Krippenfiguren bei den Jesuiten bestellen kann, welche von den Mädchen und Frauen in in Handarbeit hergestellt werden. Die Jesuiten haben in Afghanistan noch die Erlaubnis Mädchen auszubilden. Das Geld der verkauften Krippenfiguren geht zur Gänze an den Jesuiten Flüchtlingsdienst in Afghanistan. “Die Hoffnung darf nicht sterben”, sagt Margret Bergmann. “Ich helfe, wo ich kann. Das andere liegt in der Hand Gottes”. (pt)