Bezirkstag der Vinschger Schützen
Die Vinschger Schützen tagten unter dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“. Als „Gewissen des Landes“ kämpfen sie für die Werte Heimat, Freiheit, Tradition und Kameradschaft
Die anschließende Tagung im Mehrzwecksaal unter dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“, geleitet von Bezirksmajor Hansjörg Eberhöfer, stand im Zeichen von Rückblick auf die unterschiedlichen Tätigkeiten im vergangenen Jahr, darunter die Teilnahme am Tiroler Ball in Wien als Höhepunkt, und auch der Vorschau. Und sie stand im Zeichen der ehrenden Erinnerung an die verstorbenen Freiheitskämpfer Sepp Forer, und Siegfried Steger, die zusammen mit anderen für die Freiheit Südtirols gekämpft hatten. Steger ist erst kürzlich im Sarg aus dem Exil in Österreich in die Heimat zurückgekehrt. „Dass niemand von der Landesregierung bei Stegers Begräbnis dabei war, ist zum Schämen“, ärgerte sich Bataillonskommandant Peter Raffeiner. Den Schützen stoßt auch sauer auf, dass die Südtiroler Landespolitiker der SVP bei der jüngsten Regierungsbildung eine Koalition mit Vertretern italienischen Rechtspartei eingegangen sind, jenen Parteien, die Südtirol einst italianisieren beziehungsweise im Zuge der Option entvölkern wollten. Und Unverständnis herrscht darüber, dass es eine Polemik um den Namen Tirol anlässlich der olympischen Spiele gegeben hatte in Unkenntnis der Geschichte des Landes. Die Schützen seien heute mehr denn je gefordert, für die Werte, Heimat, Freiheit, Tradition und Kameradschaft einzustehen, die Tiroler Identität zu bewahren, die Erinnerung als Mahnung aufrecht zu erhalten und Stärke zu zeigen“ erklärte Eberhöfer und betonte. „Wir sind das Gewissen des Landes“. In den 19 Schützen Kompanien im Bezirk Vinschgau sind 640 aktive Schützen organisiert, die bei 80 Anlässen ausgerückt sind. Auszeichnungen gab es für Trommler und für die Schützen in Kortsch, die als Kompanie des Jahres ausgezeichnet wurden. Zu den Ehrengästen zählten BMin Roselinde Gunsch, Vertreter der Bundesleitung und der Nachbarbezirke. Große Wertschätzung wurde den Marketenderinnen entgegengebracht.