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Schlanders/Vinschgau

Demenzfreundlicher Vinschgau

veröfftl. am 02. September 2026

Die Initiativgruppe Demenzfreundlicher Vinschgau informierte, zusammen mit verschiedenen Vereinen, Institutionen und Verbänden über das hochaktuelle Thema Demenz.

Rund 10.000 – 13.000 Menschen in Südtirol sind von einer Form von Demenz betroffen, im Vinschgau sind es rund 300 Personen. Die Zahlen steigen und allen ist klar: Demenz ist eine der größten gesundheitlichen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Seit 1999 gibt es den Verein „Alzheimer Südtirol Alto Adige“ (ASAA) mit dem Präsidenten Ulrich Seitz und seit 2018 die Initiativgruppe „Demenzfreundlicher Vinschgau“, koordiniert von Robert Peer. Die Initiativgruppe organisiert Sensibilisierungskampanien, Vorträge und Gesprächskreise, um die Öffentlichkeit zu informieren und Betroffene und Angehörige zu unterstützen. Erstmals trat die Initiativgruppe am 29. August beim Eventmarkt SelberGMOCHT auf dem Plawennpark zusammen mit anderen Institutionen in der Öffentlichkeit auf. Unter dem Motto „Die Vielfalt des Alterns“ präsentierten sich verschiedene Dienste, Vereine, Institutionen und Verbände, die direkt oder indirekt mit dem Thema Demenz, Alzheimer und Altersdepression beschäftigt sind. Es informierten: Die Initiativgruppe Demenzfreundlicher Vinschgau, ASAA – Alzheimer Südtirol Alto Adige, Bezirksgemeinschaft Vinschgau, KVW Bezirk Vinschgau, Südtiroler Sanitätsbetrieb, die Alten- Wohn- und Pflegeheime Naturns/Schnals/Plaus, Latsch, Laas, Schluderns, Schlanders, Partschins, Mals, die Bibliothek Schlandersburg, der Verein für Sachwalterschaft VFG und die Caritas Hospizbewegung. Vorgestellt wurde auch das Kinaesthetics Konzeptsystem, d.h. ein Konzept zur bewegungsorientierten Wahrnehmung und Interaktion. Wie Robert Peer in einem Gespräch betonte, ging es in den letzten Jahren darum ein Netzwerk aufzubauen, dem Thema Demenz ein Gesicht zu geben, die Bevölkerung zu sensibilisieren und die Betroffenen zu unterstützen. Durch eine Demenzerkrankung kommt das soziale Geflecht durcheinander, Angehörige stehen vor großen Herausforderungen, müssen oft ihren Lebensstil ändern und lernen mit dem Demenzkranken umzugehen und auch auf sich selber zu schauen und die eigenen Belastungsgrenzen erkennen. (hzg)