Wer entsorgt Weißweinflaschen in der Puni?
Vinschger Fischer und ihre Familienmitglieder sammelten am Samstag, den 22. März 2026, Müll aus Etsch und Puni. Sie ärgerten sich, dass Menschen so viel Unrat achtlos ins Wasser werfen
Woher stammen die „Serena Weißwein Flaschen“, die regelmäßig in der Puni nahe Glurns angeschwemmt werden? Diese Frage stellen sich Vinschger Fischer bereits seit geraumer Zeit. Unter dem Müll, den sie am 22. März 2026 herausgefischt hatten, befanden sich an die 30 solcher Flaschen. Im vergangenen Jahr waren es ähnlich viele. In Puni und Etsch gefunden wurden Nylonfetzen, Plastikflaschen, Plastikrohre, Felgen, Batterien und sogar Autoreifen. Wie in ganz Südtirol beteiligten sich die Vinschger Fischerinnen und Fischer am ersten „River CleanUp Day Südtirol“, mit dem Ziel, die Gewässer vom Müll zu befreien. Bereits seit Jahren organisieren Mitglieder der Fischervereine eigenständige Reinigungsaktionen, so auch im Vinschgau. Denn den Fischerinnen und Fischern geht es längst nicht mehr nur um den Fischfang. Sie engagieren sich für den Schutz der Fischarten und für die Erhaltung naturnaher Gewässer. Sie kämpfen um die Revitalisierung, damit Flüsse und Bäche wieder lebendiger und artenreicher werden. Viele Gewässer sind stark verbaut und in ihren natürlichen Funktionen eingeschränkt. Renaturierungen bieten nicht nur Vorteile für Wasserlebewesen, sondern sie sind der beste Hochwasserschutz, der in Zeiten des Klimawandels mit unberechenbaren Sturzfluten immer wichtiger wird. Durch Renaturierungen entstehen auch attraktive Erholungsgebiete. Und für die Sauberkeit sollten nicht nur die Fischer zuständig sein, sondern alle Menschen. Zur Entsorgung der Flaschen: diese gehören in den Recyclinghof und nicht in die Puni. (mds)