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Mals

Karl Plattner belebt Mals

veröfftl. am 30. September 2026

Ein interessiertes Publikum war bei der Finissage im Plattnerforum in Mals zu Gast (Foto Heinrich Moriggl);

Zum 40. Todestag von Karl Plattner wurde heuer im Frühjahr in Mals das K. Plattnerforum gegründet. Treibende Kraft neben Heinrich Moriggl, der eine starke, glaubhafte Bindung zu Mals herstellt, ist der Langtauferer Bildhauer und Besitzer des Bunker 23, Othmar Prenner. Ihm zur Seite steht der vielseitige Objektkünstler und Kurator Daniel Costa. „Es soll eine Ausstellung, eine Plattform sein, die sich alle zwei Jahre wiederholt. Im Zentrum steht jeweils ein Werk oder eine Auswahl von Werken Karl Plattners, während zwei weiteren Künstlern die Möglichkeit geboten wird, ihre Arbeiten zu präsentieren. Heuer wurden dafür der junge Künstler Philip Silvestro Geier und Kurt Hofer für sein Lebenswerk ausgewählt. Entstanden ist das Forum aus dem Wunsch, Karl Plattner auf eine zeitgenössische Weise in Mals lebendig zu halten. Gleichzeitig entstand die Idee, die Ausstellung in veränderter Form weiterzuführen - im Dialog mit dem Museion in Bozen, wo anschließend die beiden Künstler in der Passage gezeigt werden“, sagte Daniel Costa bei der Finissage am 20. September im Ansitz Liechtenegg in Mals. „Es ist nicht nur eine Finissage, sondern auch ein Start zu etwas“, so Othmar Prenner. Eine solche Initiative ist zweifellos ein wichtiges Lebenszeichen für das kulturelle Leben im oberen Vinschgau und braucht daher Aufmerksamkeit.
Im Zentrum der diesjährigen Ausstellung stand Plattners „Pietà” von Alsack. Philip Silvestro Geier zeigte großformatige Bilder, welche Szenen in seiner typisch skurrilen Art darstellen, ausgeführt mit einer eigenen, selbst entwickelten Technik, bei der sich Kohle und Acryl in einer besonderen Weise mischen. Kurt Hofer zeigte vor allem Arbeiten aus seinem zeichnerischen Schaffen, zugleich aber auch die ganze Bandbreite seines künstlerischen Ausdrucks, von Malerei über dreidimensionale Werke, bis hin zu neueren Arbeiten, die aus dem Flussbett des Trafoibaches bei Gomagoi stammen und bisher noch nie gezeigt wurden. (pt)

Die beiden Künstler Kurt Hofer und Philip Silvestro Geier (Foto Peter Tscholl)

Die beiden Künstler Kurt Hofer und Philip Silvestro Geier (Foto Peter Tscholl)