„Unsere Stunde schlägt wieder“
Nach dem Jahr 2019 lud der Präsident der „Königlichen und altehrwürdigen Eisbärengesellschaft Martin Trafoier (in der Mitte kniend mit Eisbär) heuer am 4. Jänner wiederum zur Vollversammlung nach Kortsch ein
Der Präsident der „Königlichen und altehrwürdigen Eisbärengesellschaft“ mit Sitz in Hammerfest in Norwegen ist Martin Trafoier aus Kortsch. Begonnen hatte alles bei einem Schüleraustausch im Jahr 2002 in der „nördlichsten Stadt der Welt“. Trafoier gründete einen Ableger der Gesellschaft im Vinschgau und wurde schließlich weltweiter Präsident und Chef von 250.000 Mitgliedern. Es wurden Aktivitäten zum Umweltschutz gestartet, wie zum Beispiel Sensibilisierung der Mächtigen in der Welt und regelmäßige Baumpflanzaktionen. Das zur Erinnerung. Die Mitglieder im Vinschgau trafen sich bis 2019 jährlich im Jänner auch zur Vollversammlung. Dann unterbrach die Coronapandemie diese Tradition. Und auch nachher lag alles auf Eis bis zum 4. Jänner 2026. Der als Lehrer im Schlanderser Realgymnasium inzwischen pensionierte Präsident lud in den Gasthof Sonne in Kortsch ein. In den vergangenen Jahren habe die Eisbärengesellschaft deshalb etwas an Strahlkraft verloren, weil sie von anderen Umweltschutzorganisationen wie beispielsweise Friday for future und Greta Thunberg in den Hintergrund gedrängt worden waren, erklärte Trafoier. Da es mittlerweile um diese Bewegungen ruhig geworden ist, könne die Eisbärengesellschaft wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Unsere Stunde schlägt wieder“, betont der Präsident. Und er kündigte erneute Aktivitäten an, um den Umweltschutz, der auch Eisbärenschutz ist, voranzubringen. Ein Brief soll unter anderen Papst Leo erreichen. Einige Mitglieder regten an, Influencer einzusetzen, um den Eisbärenschutz in den sozialen Netzwerken voranzubringen. Per Akklamation wurde Trafoiers Präsidentschaft bestätigt. Seine erste Aktion ist ein Staatsbesuch in Neuseeland, wo er das Thema Klimaerwärmung bewusst machen will. (mds)