Netzwerktreffen – Vinschgau in Aktion
Mit dem ersten Netzwerktreffen des Anti-Gewalt-Netzwerks ViA! – Vinschgau in Aktion wurde ein wichtiger Schritt für eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich Gewaltprävention und Opferschutz im Vinschgau gesetzt. Vertreter:innen aus Sozialdiensten, Gesundheitswesen, Bildung, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um sich zu vernetzen, bestehende Strukturen zu bündeln und gemeinsame Handlungsansätze zu entwickeln.
Grundlage für die Arbeit bildet das Landesgesetz Nr. 13/2021, das Gewalt gegen Frauen klar als Menschenrechtsverletzung definiert und umfassende Maßnahmen zur Prävention, Sensibilisierung und Unterstützung vorsieht. Zentral ist dabei die enge Zusammenarbeit verschiedener Institutionen. Im Vinschgau übernimmt die Bezirksgemeinschaft eine zentrale Koordinierungsfunktion und fungiert als Schnittstelle zwischen den beteiligten Akteur:innen. Das Netzwerk ViA! hat sich in den vergangenen Jahren schrittweise entwickelt und versteht sich als Plattform für Austausch, Koordination und Weiterentwicklung. Es basiert auf einer interdisziplinären Arbeitsgruppe sowie regelmäßigen Netzwerktreffen, in denen Informationen gebündelt und gemeinsame Strategien erarbeitet werden. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln.
Im Rahmen des Treffens wurde die Arbeitsgruppe ViA! vorgestellt, die sich als Plattform für Austausch, Koordination und Weiterentwicklung versteht. Das Netzwerk ist aus der Umsetzung des Landesgesetzes hervorgegangen und wurde in den vergangenen Jahren schrittweise aufgebaut. Seit 2022 wurden Koordinierungsstrukturen geschaffen, Arbeitsgruppen gegründet und erste gemeinsame Aktivitäten initiiert. Dazu zählen Weiterbildungen, Fachveranstaltungen und Sensibilisierungsmaßnahmen zu unterschiedlichen Aspekten geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Struktur des Netzwerks basiert auf einer Koordinierungsgruppe, betreut von Lena Ortenzi und Nadin Zöschg, Sara Bagozzi und Claudia Pichler, sowie thematischen Projektgruppen, ergänzt durch regelmäßige Netzwerktreffen. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, Informationen zu bündeln und konkrete Maßnahmen für die Region zu erarbeiten. Gleichzeitig versteht sich die Arbeitsgruppe als Ansprechpartnerin für Netzwerkpartner:innen und als Schnittstelle, um Themen und Bedarfe weiterzutragen.