Neuer Elektrozug fährt zwischen Laas und Mals
Zu Sommerbeginn am 21. Juni 2026 fuhren erstmals die neuen Elektrozüge im Fahrgastbetrieb zwischen Mals und Laas. Viele Vinschger probierten die neuen Züge bereits aus.
Vor 120 Jahren ging die Vinschgerbahn am 1. Juli 1906 in Betrieb. Am 9. Juni 1990 verkehrte der letzte planmäßige Zug unter der Führung der italienischen Staatsbahnen. 1999 ging die Bahnstrecke in das Eigentum des Landes Südtirol über und wurde in den darauffolgenden Jahren modernisiert. Am 5. Mai 2005 wurde der Bahnbetrieb im Dieselantrieb mit Niederflur-Triebwagen der Firma Stadler GTW wieder in Betrieb genommen. Nachdem im April 2014 mit jährlich 2 Millionen Fahrgästen die Kapazitätsobergrenzen der Diesel-Zuggarnituren erreicht wurden, beschloss die Südtiroler Landesregierung am 16. Dezember 2014 die Elektrifizierung der Vinschgerbahn. Nun ist die Elektrifizierung fast abgeschlossen. Zu Sommerbeginn am 21. Juni 2026 fuhr erstmals ein neuer elektrischer Triebzug des Typs Coradia Stream im Fahrgastbetrieb zwischen Mals und Laas. Viele Vinschger nutzten die Gelegenheit, um die neuen Elektrozüge auszuprobieren. Sie bieten mehr Platz für Personen und Fahrräder, höheren Komfort und moderne Technik. Die neuen Elektrozüge verfügen über eine Leistung von rund 3000 Kilowatt, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und bieten 381 Sitzplätze. Als Mehrsystemfahrzeuge können sie mit 25 Kilovolt, 15 Kilovolt und 3 Kilovolt betrieben werden und sind mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Der Betrieb auf der ganzen Strecke Mals- Meran und dann auch bis Bozen und Innsbruck wird schrittweise eingeführt. Der Ersatzverkehr der Buslinie B250 zwischen Meran und Mals bleibt auf weiteres im Halbstundentakt aufrecht. Jedenfalls hat zur Sommersonnenwende am 21. Juni 2026 bei der Vinschgerbahn ein neues Kapitel begonnen. (hzg)