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Latsch/Weltladen

Pilgern ist Medizin

veröfftl. am 29. April 2026

Richard Theiner konnte den erfahrenen Pilger, Pilgerbegleiter und Vorsitzenden der Pilgergemeinschaft Südtirol, Heiner Nicolussi-Leck, im Fraktionssaal von Latsch zu einem Vortrag begrüßen.

Richard Theiner vom Weltladen Latsch lud am 20. April den Vorsitzenden der Pilgergemeinschaft Südtirol, Heiner Nicolussi-Leck, zu einem Vortrag ein, um über seine Pilgererfahrung und vor allem über das Pilgern im Heiligen Land zu erzählen. Nicolussi-Leck, geboren 1944, ist Rechtsanwalt, er war Obmann des Raiffeisenverbandes, Vizebürgermeister und Feuerwehrkommandant von Bruneck und Präsident von mehreren Sozialgenossenschaften. Schon immer zeigte er Interesse für die monotheistischen Religionen und die Kunstgeschichte. Vor rund 30 Jahren entdeckte er für sich das Pilgern und seitdem wanderte er auf vielen Jakobs- und Pilgerwegen. Zu seinem 50. Geburtstag bereiste Nicolussi-Leck das erste Mal Israel. Seitdem war er oft als Pilger und Pilgerbegleiter im Heiligen Land. Dabei hat er eine andere Welt entdeckt und sich nicht nur auf die Spuren von Jesus begeben, sondern auch die verschiedenen Völker, Religionsgemeinschaften, Architektur, Wirtschafts- und Lebensweise von Israel und den umliegenden Ländern kennen gelernt. Er hat den Hass zwischen Juden und Palästinensern erlebt und im Vortrag über die unterschiedliche Lebensweise von Juden und Muslimen erzählt. Dabei gibt es bei den Juden die traditionellen und die ultra-orthodoxen Juden. Auch bei den Christen, die nur eine kleine Minderheit in Israel darstellen, gibt es verschiedene Konfessionen. Auf den Spuren Jesu durchs Heilige Land kann man zwischen mehreren Wegen wählen, die man als Fuß- oder Buspilger erwandern, bzw. abfahren kann. Dabei erlebt man die Landschaft, trifft auf Klöster und Synagogen und auf Orte bzw. Städte wie Nazareth, Jericho, Betlehem und Jerusalem, den See Genezareth, den Berg der Seligpreisungen, Berg der Versuchung, Berg Tabor und das Jordantal. Nicolussi-Leck berichtete von Begegnungen mit Menschen in einem Kibbuz, in einem jüdischen und einem muslimischen Haus und einem Gottesdienst in arabischer Sprache. Am Ende seiner Ausführungen meinte er: geht pilgern, nicht zu schnell, aber oft, denn Pilgern ist eine Medizin, die uns anregt, über die wichtigen Lebensfragen nachzudenken. (hzg)

 

Weitere Infos: www.pilgern.it