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Laatsch/Fürstenburg

Zwei Projekte, ein Ziel: Aufwertung für Laatsch

veröfftl. am 10. Juni 2026

Projkektbeteiligte und Helfer

Gleich zwei sichtbare Impulse für die Dorfgemeinschaft setzten vier Maturanten der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in Laatsch um: Mit der Errichtung eines neuen Rastplatzes und der gezielten Aufwertung des Waldspielplatzes entstanden attraktive Treffpunkte für Einheimische und Gäste.
Im ersten Projekt verwandelten die Schüler Andreas Hofer (Platt/Moos i.P.) und Michael Moosmair (St. Leonhard i.P.) ein bislang ungenutztes Gelände entlang des Radwegs bei der St.-Cäsarius-Kirche in einen einladenden Rastplatz. Nach Rodungs- und Säuberungsarbeiten wurde die Zufahrt verbessert, eine bestehende Trockensteinmauer saniert und eine hochwertige Sitzgelegenheit aus Zirbenholz errichtet. Ergänzt wird der Platz durch einen Fahrradständer, der insbesondere Radfahrern zugutekommt. Einen besonderen Mehrwert bieten mehrere Infotafeln, die Einblicke in die Geschichte und Kultur der Umgebung geben. Sie thematisieren unter anderem das römische Laatsch – eine bedeutende Siedlung, die erst 2009 im Zuge eines Beregnungsprojekts wiederentdeckt wurde und bei archäologischen Untersuchungen umfangreiche Mauerreste und Gebäudestrukturen zutage förderte –, die Calvenschlacht von 1499, die St.-Cäsarius-Kirche, sowie die traditionelle Bewässerungsform mit den Waalen. So verbindet der Rastplatz Erholung mit Wissensvermittlung.
Parallel dazu widmeten sich Jonas Mair (Partschins) und Felix Martin Neunhäuserer (Olang) im zweiten Projekt der umfassenden Aufwertung des Waldspielplatzes „Hoachegg“. Ziel war es, die Sicherheit zu erhöhen und die Attraktivität für Familien langfristig zu steigern. Im Zuge der Arbeiten wurden zunächst morsche Bäume entfernt, Sträucher zurückgeschnitten und beschädigte Spielgeräte abgebaut. Anschließend erfolgte die Instandsetzung zentraler Bereiche wie des Sandkastens, des Schaukelumfelds und des Brunnenplatzes. Damit wurde eine sichere und gepflegte Grundstruktur geschaffen.
Besonders ins Auge fällt der neu gestaltete „Zwergele-Weg“: Die in die Jahre gekommenen Figuren aus dem Jahr 2008 wurden durch 19 neue, farbenfrohe Holzfiguren ersetzt. Tatkräftig unterstützt wurden die Maturanten dabei von Marlene, Claudia und Willi Schöpf mit ihren Töchtern, denen der Erhalt des „Zwergele-Weges“ besonders am Herzen liegt.
Darüber hinaus entstand ein neuer Balance-Parcours, der Kindern zusätzliche Spielmöglichkeiten bietet. Insgesamt präsentiert sich der Waldspielplatz nun deutlich sicherer, funktionaler und einladender.
Die Idee zu beiden Projekten stammt vom Fraktionsvorsteher Andreas Paulmichl, der die Maturanten auch als Tutor begleitete und die finanziellen Mittel über die Eigenverwaltung sicherte. Fachliche Unterstützung erhielten sie von ihrer Lehrerin Ruth Kofler, die sie im Bereich Projektmanagement betreute, sowie von weiteren Projektbeteiligten. Die Arbeiten werden im Rahmen der mündlichen Prüfung vor der Maturakommission präsentiert.
Andreas Paulmichl