Zum Hauptinhalt springen

Schlanders/Ausstellung

Sakrale Kunst im Mittelpunkt

veröfftl. am 16. September 2026

Vom 5. bis 15. September zeigte Hubert Piccolruaz (in Bildmitte sitzend) einen Querschnitt seiner Holz- und Tonarbeiten und Ikonen in den Räumen von ex avimundus in Schlanders. Organisiert wurde die Ausstellung vom Bildungsausschuss Schlanders.

Am 5. September wurde in den Räumlichkeiten des früheren Vogelmuseums (ex avimundus) in der Kapuzinerstraße eine besondere Ausstellung eines außergewöhnlichen Künstlers eröffnet. Der Bildungsausschuss Schlanders präsentierte einen Querschnitt der Arbeiten von Hubert Piccolruaz, einem vielseitigen Künstler aus St. Ulrich in Gröden. Piccolruaz stammt aus einer Grödner Schnitzerfamilie. Sein Vater war Holzbildhauer, genauso wie zwei seiner Brüder. Hubert Piccolruaz, geboren 1938, besuchte die Kunstschule in St. Ulrich und war anfangs als Holzbildhauer tätig. 1968 kam er nach Schlanders und unterrichtete bis zu seiner Pensionierung 1989 an der Mittelschule in Schlanders. Neben seinen Arbeiten mit Holz, beschäftigte er sich auch intensiv mit der Töpferei und nach seiner Pensionierung entdeckte er die Ikonenmalerei, eine besondere Maltechnik von Heiligenbildern besonders in den Ostkirchen. Die Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass Piccolruaz nicht nur als Künstler seine handwerklichen und kreativen Fähigkeiten zeigte, sondern auch über 30 Jahre als Präsident des Pfarrgemeinderates wirkte und beim Kirchenchor als Kantor und Geigenspieler tätig war. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stand und steht die sakrale Kunst, die intensive Auseinandersetzung mit der Heiligen Familie und verschiedenen Heiligen. Für seine langjährige künstlerische Arbeit und den Einsatz in der Gemeinde und in der Kirche wurde er in der Gemeinde und vom Land Südtirol geehrt. Edith Rechenmacher Schweizer erinnerte in ihren Ausführungen daran, dass Hubert Piccolruaz zusammen mit Karl Grasser viele Jahre in Naturns den Amateurmalerkurs leitete. In weiteren Kursen führte er interessierte Personen in die Ikonenmalerei ein. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung mit Geigenmusik von Nadja Geneth aus Kortsch. (hzg)