„Die Bozner sollen nun beweisen ...“
v. l.: SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger, Senatorin Julia Unterberger, Landesrätin Rosemarie Pamer und die SVP-Bezirksomannstellvertreterin Irmgard Gamper
Am Freitag, dem 13. März hielt der SVP-Bezirksausschuss im Gamperheim von Schlanders seine Vollversammlung ab. Der SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger und seine Stellvertreterin Irmgard Gamper hatten Ortsobleute, BM, Referenten und Interessierte eingeladen und mit der Senatorin Julia Unterberger und mit der Landesrätin Rosemarie Pamer lieferten zwei Referentinnen Informationen aus Rom und aus dem Sozialbereich. Sepp Noggler, der ebenfalls als Referent vorgesehen war, ließ sich entschuldigen. Plangger betonte in seinem einleitenden Kurzbericht, dass „nicht alles ins Pustertal“ gehe, denn man habe in der Landesregierung die technischen Eigenschaften für die Umfahrung von Rabland beschlossen, die ja schließlich auch den Vinschgau betreffen. Das Gesetz für die Ortspolizei stehe zur Debatte und dafür sei auch der Präsident der entsprechenden Gesetzgebungskommission Sepp Noggler zuständig. Mit dem Landeshauptmann haben die Kontaktgruppe bezüglich Nationalpark Stilfserjoch ausgemacht, dass ein erneute Bestandserhebung und möglicherweise ein neuer Beschluss über die „linee guide“ gemacht werden solle, um im Anschluss daran ein Sonderdekret durch den Umweltminister erwirken zu können. Es seien unbedingt die Baumaßnahmen für die 200 Höfe im Nationalpark und die Schutzhütten, die derzeit in der B-Zone eingetragen seien, zu regeln. Plangger sagte, dass er sich da zurückgezogen habe und nun die Bozner beweisen sollen, dass dieser politische Weg der richtige sei. Plangger sprach auch das Energiethema an und formulierte wiederum den Wunsch, dass es weitere Kraftwerke im Vinschgau geben und dass man Trinkwasserkraftwerke besser ausnutzen könnte. Roland Brenner, der Präsident der Stilfserjoch GmbH, wies darauf hin, dass es am Joch einen Masterplan gebe, der 6-7 Baulose enthalte. Allerdings müsse alles neu ausgeschrieben werden, weil die Architekten aus dem Verfahren ausgeschlossen worden seien. Mit dem Bettenstopp walle man im Vinschgau nichts zu tun haben und auch nicht Energien damit vergeuden. Es sei bedauerlich, dass Latsch nich tin den Ausnahmegemeinden drinnen sei, so Plangger. Denn Latsch sei nicht Gröden.
In ihrem Bericht aus Rom referierte Julia Unterberger über den Fortgang der Debatten und Abstimmungen über die Autonomiereform. Bei der Abstimmung über die Justizreform sprach sich Unterberger für ein Nein aus. Über die Pflegepolitik sprach Rosemarie Pamer. Die Wartezeiten für die Pflegeeinstufung sei ein Dauerproblem (im Vinschgau gibt es mit 11 Monaten die längsten Wartezeiten im Lande) und vor allem auf den Fachkräftemangel zurückzuführen, den man beheben und die Einstufungsteams von 17 auf 26 erhöhen wolle. Das Gesetz für das Ehrenamt sei unterwegs.
Lebhaft wurde s in der Debatte. Der Unterschied zwischen den Wartezeiten im Pustertal (4 MOnate) und dem Vinschgau könne nicht sein, beklagte der Schludernser BM Heiko Hauser. Karl Pfitscher forderte einen sofortigen Ausbau der Latschander. Wenn dort die Straße durch Steinschlag gesperrt sei, sei der Vinschgau völlig abgeschnitten. Kunhilde von Marsoner fragte nach dem aktuellen Stand des geschlossenen 3. Stockes im Krankenhaus. Dieter Pinggeras Rolle solle da weitergehen, sagte Plangger. Abwesend war die Schlanderser BMin Christine Kaaserer. So sagte Pinggera, dass die Stellenpläne am Krankenhaus unbekannt seien. (eb)