Selbstbestimmtes Lebensende
Kürzlich fand auf Initiative des Vereins „Demenzfreundlicher Vinschgau“ und der KVW Ortsgruppe Latsch ein gutbesuchter Vortrag zum Thema „Selbstbestimmtes Lebensende“ statt. Dr. Herbert Heidegger, ehemaliger Primar der Gynäkologie Meran, Präsident des Landesethikkomitees, referierte über den Wunsch, in Würde zu sterben und über ein gutes Sterben.
Was sind gute, ethische Entscheidungen am Lebensende?
Über allem steht die Menschenwürde als unantastbar, sowie die Autonomie des Menschen, ohne dessen Einwilligung keine Behandlung erfolgen darf. Für den Fall, dass der Patient nicht mehr einwilligungsfähig ist, wird geraten, rechtzeitig (schon ab 50) eine Patientenverfügung zu verfassen. Als Alternative gilt die „Gesundheitliche Vorsorgeplanung“ mit gemeinsamer Zielfindung. In einer lebensbedrohlichen Notfallsituation gilt dann die „Notfallanordnung“, deren Therapieziel die Lebensverlängerung mit zu bestimmenden Einschränkungen ist. Als letztes Therapieziel gilt die Linderung (Palliation), in der keine Lebensverlängerung vorgenommen wird. Pfarrer Johann Lanbacher sprach über die Krankensalbung: sie ist ein Sakrament für Kranke und soll Mut zusprechen, Linderung schenken und Gottes Beistand in Krisen zeigen.
Danach stand Dr. Heidegger noch für Fragen zur Verfügung. Die Demenzvereinigung versorgte die Interessierten mit Informationsmaterial und noch offene Fragen wurden beantwortet.
Margit Hillebrand