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Schlanders

Sichtbares Schlanders

von Theresa Hickmann
Schlanders ist europäische Hauptstadt des Einzelhandels. Die Freude darüber stand in den Gesichtern jener geschrieben, die den Preis in Brüssel für Schlanders gewonnen und diesen am 5. März 2026 in der Aula der WFO präsentiert haben.
veröfftl. am 18. März 2026

Schlanders ist Europäische Hauptstadt des kleinen Einzelhandels 2026. Öffentlich vorgestellt haben diesen Preis, der kürzlich in Brüssel gewonnen wurde: v.l. Aaron Pircher, hds- Bezirksleiter

Der ursprüngliche Impuls, sich überhaupt für den EU-Preis zu bewerben, kam von hds-Bezirksleiter Aaron Pricher und Karin Gluderer, der Obfrau der Schlanderser Kaufleute. Das Bewerbungskonzept schrieb schließlich Luca Daprá von der BASIS, mit dem sich Schlanders letztendlich gegen 28 Mitbewerbende durchsetzen konnte.
„Wir wissen um die Probleme, den Generationenwechsel, Onlinehandel und Leerstand“, schickte Thomas Schuster von der Arbeitsgruppe bei der Vorstellung voraus. Aber: Der Ortskern lebt. Der Handel ist Teil des Alltags. Die „7-Minuten-Stadt“, so wurde Schlanders im Gewinnerprojekt präsentiert, bedeutet Lebensqualität. Alle wichtigen Einrichtungen sind in 7 Minuten erreichbar.
Hannes Götsch, BASIS-Geschäftsführer betonte: „Als Vorreiterstadt hat Schlanders mit diesem Preis einen Arbeitsauftrag bekommen.“ Workshops und Zukunftswerkstätten werden stattfinden. „Wir wollen einen digitalen Werkzeugkasten schaffen, Leerstände kreativ nutzen und Handel zukunftsfähig für die nächste Generation machen“, erklärte Schuster.
Der Startschuss fällt am 17. April. „Das ist der Aufbruch, die offizielle Eröffnung.“ Gäste aus Brüssel kommen nach Schlanders und schauen sich das Dorf an. Zudem wird es eine Tagung zum Thema „Wie stärkt man den Einzelhandel“ geben. Schuster: „Wir wollen die Vision abschließen mit der Schlanderser Erklärung: Eine Nachricht an die europäischen Politiker.“
Der Preis ist kein Millionenpreis, sondern führt kurzfristig zu mehr Sichtbarkeit in Europa oder zu mehr Gästen. Langfristig bekommt Schlanders die Chance, innovativ in die Zukunft zu planen, generationenübergreifende Angebote zu fördern und durch Digitalisierung das Dorf und das gemeinsame Miteinander zu stärken. Schlanders wird sich öffnen, als Vorreiterstadt nach vorne gehen und zeigen, dass der lokale Handel eine Zukunft hat. Auch Pilotprojekte wurden vorgestellt – beispielsweise ältere Geschäftsleute mit jungen UnternehmerInnen zusammenzubringen und somit die Nachfolge im Einzelhandel zu sichern.
Christine Pircher, in der Gemeinde für die EU zuständig, führte durch den Abend und schloss mit der Überzeugung ab, dass „die Geschichten“ zum Sieg geführt haben. Denn Erfolg hängt durch gute Zusammenarbeit und ein wohlwollendes Miteinander ab. Der Preis sei „phänomenal“, sagte hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser und eine „Anerkennung und Bestätigung für alle, die schauen, dass der Ort lebendig bleibt“, so BM Christine Kaaserer.

Hannes Götsch von BASIS, Thomas Schuster von der Arbeitsgruppe

Hannes Götsch von BASIS, Thomas Schuster von der Arbeitsgruppe

und BM Christine Kaaserer mit dem Preis

und BM Christine Kaaserer mit dem Preis