SONTA-HANS-TAG 2025 IN MORTER oder der Aufruf zur Einschränkung der Pressefreiheit in Morter
Was muss ich da lesen? Die 5 Unterzeichner aus Morter üben heftige Kritik am Bericht zum Sonta-Hans-Tag, der mit der Aufforderung endet, die Pressefreiheit in Morter einzuschränken oder abzuschaffen, indem man die Vertreter der Presse künftig dazu auffordert die Unterzeichner um Erlaubnis zu bitten hat, einen Artikel zu veröffentlichen? Geht es noch?
Zu den Unterzeichnern zur Einschränkung der Pressefreiheit zählen u.a. ein Pfarrer, der „Obmann der MK Goldrain-Morter“, sowie die „Pfarrgemeinderatspräsidentin“ . Die hier zur Schau gestellten Titel verdeutlichen bereits, dass die Protagonisten des Artikels für dessen Bedeutung notwendig sind. Freunde von mir baten mich den Titel „OdMGM“ als Ehrentitel bei der Mainzer Ranzengarde zu Fastnacht einführen zu dürfen und ob die Steigerung von „Pgrpin“ Päpstin ist?!
Übrigens habe ich neben den Studientiteln auch weitere Titel, aber als Ansprache genügt mir „Martin“, was alle Unterzeichner schon seit Jahren so machen und was in Südtirol Brauch ist.
Kritik ja, wo sie berechtigt ist. Dazu hätte aber ein Anruf bei mir genügt und ich hätte dies in der nächsten Ausgabe auch richtig gestellt. Aber nicht so wie der „OdMGM“ lauthals in der Sakristei tönte: „Das Geschmiere ist nicht einmal so viel wert, dass man es in den Papierkorb wirft.“
Ich nehme gerne die falsche Schreibweise von Pfarrer Lanbacher als Kritik an, ebenso die Bemerkung zum falschen Lied (so wurde es mir von einem Einheimischen gesagt) und den Hinweis, dass nicht die Schützenkompanie, sondern die MK Goldrain-Morter für die Bewirtung zuständig war.
Ob nun der pastorale Weg dadurch einen Schaden genommen hat oder der Ukraine Krieg in den Hintergrund rückt, dass wir am Hotel Adler oder Ex-Adler vorbei gegangen sind, ob eine Straße, welche noch oben führt, nicht „bergan“ genannt werden darf, ob die Sonne von Vorne von Hinten oder sonst wo heraus scheint, ist vollkommen egal. In der Summe gab es über 150 Rückmeldungen, aus Deutschland, Schweiz, Dänemark und sogar Moskau, sowie eine Vielzahl aus Morter und dem Vinschgau, die ausschließlich positiv waren. Freunde, Bekannte und sogar Fremde erkundigten sich danach, wann dieses Fest stattfindet.
Was will und soll der Artikel vermitteln und zum Ausdruck bringen? Welche Meinung teilen über 150 Bewerter, die positiv abgestimmt haben? Die Freude, der Stolz und das Bekenntnis zum Glauben sowie zu den Traditionen des kleinen Ortes Morter im Vinschgau. Imposante Dirndl, Fahnen, Aufstellung sämtlicher Teilnehmer, die Lieder, die Predigt und die äußerst respektvolle Feier. Ich habe ausnahmslos mitgeteilt bekommen, dass genau dieser Eindruck entstanden ist.
Niemand hat das Recht den Wunsch zu äußern, die Pressefreiheit abzuschaffen – besonders nicht Würdeträger, die sich zur Freiheit bekennen sollten. Insbesondere die Schützenkompanien in Südtirol, zu denen der „OdMGM“ gehört, repräsentieren die „Freiheit“. Und einer der höchsten Freiheitsgedanken ist die Pressefreiheit. Auch Sie, Herr Lanbacher, als Pfarrer, haben die Ablehnung der Pressefreiheit mit unterzeichnet. Vielleicht überlegen die Unterzeichner, ob es mit dem Denken der Feuerwehr, der Schützenkompanie oder der Kirche übereinstimmt, die Pressefreiheit durch einen solchen Aufruf zensieren zu wollen. Es gibt ein wunderbares Lied dazu. „Die Gedanken sind frei“. Auf Wunsch lasse ich dies den Unterzeichnern gerne zukommen.
Martin Peifer
Damit ist die Polemik im Vinschgerwind beendet. Erwin Bernhart, Chefredakteur