Theater: Die drei Eisbären
Ein echter Komödienklassiker sorgt im Kultursaal von Tschengls für heitere Unterhaltung. Das Stück von M. Vitus wurde bereits 1958 von der Heimatbühne des Dorfes einstudiert und zählt zu den bekanntesten Lustspielen im Alpenraum. Im Mittelpunkt stehen drei eingefleischte Junggesellen, die der Frauenwelt abgeschworen haben und im Dorf daher als die drei Eisbären bekannt sind. Ruppig im Umgang, wenig eitel im Erscheinungsbild und zufrieden mit ihrem abgeschiedenen Leben auf dem Hof: So geben Johann Thurner, Alexander Januth und Fabian Andres den Brüdern ein herrlich kauziges Gesicht. Ihre Ruhe wird allerdings regelmäßig gestört: Sei es durch den geschäftstüchtigen Viehhändler Franz Laimer (Florian Peer), der ihnen die schlagfertige Fanny (Ulrike Valentin) vermitteln möchte, oder durch ein Findelkind, das plötzlich vor der Tür liegt. Ihre Haushälterin Touna (Roswitha Tappeiner) ist außer Gefecht und will vom Kinderaufziehen ohnehin nichts mehr wissen. Auf den Rat des Pfarrers hin zieht die junge Leni (Jana Peer) schließlich auf den Hof, um Kind und Haushalt in Ordnung und die Herzen der eigentlich so heiratsscheuen Junggesellen in Unordnung zu bringen ...
Der Schwank punktet mit klaren Spielabläufen, unaufdringlichem Humor für alle Altersklassen und einer Geschichte, die die Sehnsucht nach dem Einfachen weckt. Das lebhafte Ensemble beeindruckte mit präziser Mimik und treffsicheren Pointen, wofür es bei der Premiere mit viel Gelächter und kräftigem Applaus belohnt wurde. Bei Martin Spechtenhauser liefen die Fäden der Regie zusammen.
Maria Raffeiner