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Schlanders/Bibliothek

Die transformative Kraft der Kunst

veröfftl. am 05. August 2026

Elisabeth Zwick (rechts), die Künstlerin und Grazia Altavilla, die bei der Ausstellungseröffnung über die Künstlerin und ihre Werke sprach. Bilder aus dem Zyklus Zauberlehrling. Bilder aus dem Bilderzyklus The Weird Sisters. Die Ausstellung kann bis 25. August in den Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden.

Am 21. Juli wurde in den grauen Kellermauern im Eingangsbereich der Bibliothek Schlandersburg eine Ausstellung mit bunten, lebendigen Bildern der Schlanderser Künstlerin Elisabeth Zwick eröffnet. Die Bilder verändern den Raum, sie geben ihm Licht und Leben, erzeugen Vielfalt und Veränderung. Diese Veränderung, die transformative Kraft sucht Elisabeth Zwick auch in der Kunst, die sie als ihr Zuhause beschreibt. Durch die Kunst kann sie ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Elisabeth Zwick, geboren 1968, ist eine Reisende, eine Suchende, eine Nomadin. Sie machte eine Ausbildung in Malerei und Zeichnen in Bozen, besuchte später die Marmorfachschule in Laas, ging nach Taiwan und lernte Mandarin-Chinesisch, bereiste China als Dolmetscherin und Reiseführerin und lebte dann mehrere Jahre in England. Sie beschäftigte sich mit der chinesischen Malerei und Kalligrafie und war stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Später machte sie eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin. Heute ist sie Malerin, Lehrerin und Kunsttherapeutin. Auf großformatigen Leinwänden erschafft sie mit Acryl und Mixed Media bunte vielschichtige Welten. In der Kunst verarbeitet Zwick eigene Gefühle, aber auch Gestalten und Stoffe aus der Mythologie, aus Märchen und der zeitgenössischen Literatur. In der Schlandersburg sind zwei Bilderserien zu bestaunen. Einmal sind es die „The Weird Sisters“ (Die seltsamen Schicksalsschwestern), d.h. die Hexen aus Shakespeares „Macbeth“ und zum Zweiten die Ballade „Der Zauberlehrling“ von Goethe. Es geht einerseits und die Frage nach der Freiheit und Selbstbestimmung bzw. dem Schicksaal und der Fremdbestimmung und anderseits um die Frage der Kontrolle und des Kontrollverlustes in einer komplexen, von uns Menschen technisch aufgerüsteten Welt. Die Kunst soll Unsichtbares sichtbar machen, Orientierung im Chaos geben und Licht in die Finsternis bringen. (hzg)