Unternehmer treffen Schüler:innen
Die Treffen im Rahmen des Projekts „Zusammenarbeit Industrie & Schule“ finden seit Jahren statt. Sie bringen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Schülerinnen und Schüler zusammen. Aufgezeigt wird dabei die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten, die in der Industrie geboten werden. Und die Treffen geben Orientierungshilfen bei der Berufswahl. Ein aktuelles Thema ist derzeit die künstliche Intelligenz KI. Diese sprach Direktor Werner Oberthaler in seiner Begrüßungsrede an und plädierte für einen sinnvollen Umgang. Und die KI war auch Thema des lebendig vorgetragenen „Pro & Contra“ über den Einsatz neuer Technologien auf Hof und Feld durch eine Schülergruppe aus der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg. Der Vinschger Bezirksvertreter im Unternehmerverband und Personalchef der Firma HOPPE, Enrico Zuliani, unterstrich die Bedeutsamkeit, mit den Jugendlichen in Kontakt zu treten, denn die Industrie brauche junge, gut ausgebildete Kräfte. Er beschrieb die Industrie als wichtiger Motor und als attraktiven Arbeitgeber. „Die Industrie hält das Land am Laufen in wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht. Sie beschäftigt 42.250 Menschen, das sind 24,2 Prozent aller Arbeitnehmer“, so Zuliani. Und „Made in Südtirol“ ist eine international geschätzte Marke. „In jedem dritten Auto auf der Welt steckt ein Bauteil aus Südtirol“, sagt Zuliani. Der Jungunternehmer David Tappeiner von Berges Mechanics GmbH fesselte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinem mutigen Schritt vom Arbeitnehmer zum Unternehmer. Er und sein Bruder Manuel erhielten 2017 die Möglichkeit, die Firma Berges in Naturns zu kaufen, in der ihr Vater 40 Jahre lang gearbeitet hatte. Das Unternehmen ist spezialisiert in Antriebstechnik. Der Inhaber aus Deutschland suchte damals Betriebsnachfolger. Schließlich gelang 2018 der Kauf. Es sei eine Riesenentscheidung gewesen, finanziell herausfordernd und riskant, so Tappeiner. Doch es sei die richtige Entscheidung gewesen. 2021 übernahmen die Brüder auch den Hauptsitz in Deutschland. Die Schritte zum Unternehmer haben Mut erfordert und die Bereitschaft, Verantwortung für das Mitarbeiterteam zu übernehmen. Es gelte, innovativ zu bleiben, auch mit Hilfe von KI, um das Unternehmen gut in die Zukunft führen zu können. Anschließend folgte ein moderiertes Gespräch mit Tappeiner (Berges Mechanics), Zuliani (HOPPE AG), Jasmin Mair (Mair Josef & Co KG) und Gustav Rechenmacher (Systems GmbH), bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen stellen konnten.
Enrico Zuliani (HOPPE)