Weltreise und Danksagung an den Kapellmeister
v.l. Obmann Andreas Kobler und der geehrte Kapellmeister Sebastian Kurz.
Das Festkonzert der Musikkapelle Eyrs, am vergangenen Samstag den 7. Februar im Aquaprad, machte hörbar, wie viele Geschichten in Blasmusik stecken können. Das Programm war als eine musikalische Weltreise angelegt: Von schwungvollen Märschen über atmosphärische Filmmusik bis hin zu eindrucksvollen Klangbildern. Ein Programm, das bewusst über Grenzen hinaus blickte und dennoch in der Heimat verwurzelt blieb. Obmann Andreas Kobler eröffnete den Abend mit der Begrüßung der Gäste und Vorstellung der fünf Jungmusiker. Durch das Programm führte Katharina Kurz, die mit kurzen Einblicken und passenden Übergängen die musikalischen Stationen der Reise verband und dem Konzert dadurch einen roten Faden gab. Ehre gebührte dem Mann hinter dem Dirigentenpult: Seit der Gründung der Musikkapelle Eyrs im Jahr 1990 prägt Sebastian Kurz ihre Entwicklung wie kaum ein anderer. In 36 Jahren Kapellgeschichte steht er bereits seit 30 Jahren am Dirigentenpult. Entsprechend stand seine Ehrung im Mittelpunkt des Abends. Wer eine Kapelle so lange leitet, prägt nicht nur Konzerte, sondern auch Generationen von Musikantinnen und Musikanten – durch fleißiges Proben, Geduld, beständige Motivation und dem Anspruch gemeinsam besser zu werden. Passend dazu erklang der Konzertmarsch „Auftakt“, in seiner Uraufführung eigens zu Ehren von Sebastian Kurz, komponiert vom jungen Südtiroler Komponisten Tobias Psaier. Der Titel passte doppelt, einmal als Auftakt für den zweiten Teil des Konzertes und als Zeichen, dass nach 30 Jahren noch immer Energie für Neues da ist. Neben der Partitur von “Auftakt” wurde dem Kapellmeister als Anerkennung eine Gedenktafel überreicht, gestaltet vom Eyrser Künstler Thomas Biedermann. So wurde das Frühjahrskonzert der MK Eyrs nicht nur zur musikalischen Weltreise, sondern auch zu einer Feier der Gemeinschaft und zu einem Abend, an dem Anerkennung hör- und sichtbar wurde. (r/uno)