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Schlanders/Bezirksgemeinschaft

Ein neues 0-km Vollholzhaus in Martell

veröfftl. am 03. März 2026

In Hintermartell entsteht ein Vollholzbau als Begegnungs- und Bildungsstätte für Gruppen. Neben Gemeinschaftsräumen und einer Küche, gibt es 6 Zimmer für 12 bzw. ca. 20 Personen.

In Hintermartell, in der Nähe vom Biathlonzentrum „Grogg“, will die Gemeinde Martell an der Stelle der ehemaligen Parkhütte ein neues Vollholzhaus errichten. Projektträger ist die Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Bauträger und Besitzer die Gemeinde Martell. Geplant wird das Holzhaus vom Architekten Stefan Gamper aus Klausen, Dozent der Hochschule Rosenheim mit dem Schwerpunkt Holztechnik. Gebaut wird das Holzhaus mit Satteldach von der Firma Die Niederwieser und der Zimmerei Fleischmann aus Martell, in Zusammenarbeit mit Holzius, dem Experten für den ökologischen Vollholzbau aus Eyrs. Bei einer Veranstaltung am 26. Februar im Saal der Bezirksgemeinschaft wurde das Projekt vorgestellt, die Umsetzung und der Mehrwert eines 0-km-Holzbauprojektes erläutert. Wie der BM Georg Altstätter berichtete, ist es ein Modellprojekt für regionale Bau- und Wertschöpfungsketten im alpinen Raum. Verwendet werden einheimisches Holz, Plimasteine und Marmor. Deshalb spricht man von einem 0-km-Holzbauprojekt. Luca Daprá von der Basis Vinschgau, der Projektentwickler, meinte, dass das Haus inmitten der Natur im Nationalpark Stilfserjoch für verschiedene Gruppen als Begegnungs-, Bildungs- und Forschungsstätte dienen kann. Ähnliche Einrichtungen in Österreich und in Piemont wurden besichtigt. Andreas Platter vom Forstinspektorat Schlanders gab einen Überblick über die Holznutzung, die Waldbewirtschaftung und über den Holzbaufond in Südtirol. Stefan Gamper stellte das Projekt vor und berichtete über die Besonderheiten vom Vollholzbau gegenüber einer Massivbauweise aus Beton und Ziegeln. Zum Abschluss erläuterte Herbert Niederfriniger von der Firma Holzius die spezielle Bauweise mit Holz. Er sprach über Kreislaufwirtschaft, die Wohngesundheit und das angenehme Wohngefühl in einem Holzhaus ohne Verbundmaterialien. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Brigitta Villaronga von der Basis Vinschgau, wurden noch spezielle Fragen zum Holzbau besprochen. (hzg)