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Partschins

Harte Auseinandersetzung

von Erwin Bernhart
Gemeinderatssitzungen in Partschins sind oft geprägt von harten Auseinandersetzung gegensätzlicher Meinungen. Das ist der Zusammensetzung des Rates geschuldet: 12 SVP-Mitglieder stehen 6 Vertreter:innen der neuen Bürgerliste Partschins Rabland Töll gegenüber.
veröfftl. am 05. August 2026

Hart in der Sache, aber immer konstruktiv bleiben die Vertreter:innen der Bürgerliste in Partschins

Im Vinschgau gibt es in der Zusammensetzung und in der Dikussionskultur keinen ähnlich gelagerten Gemeinderat, wie er in der Gemeinde Partschins vorkommt. Die 6 Bürgerlistler halten die 12-köpfige SVP-Mehrheit auf Trab und trotzen sich und den anderen Gemeinderatsmitgliedern geistige Wendigkeit ab. Das ist anstrengend, aber für die Bürger:innen fruchtbar. Denn es werden Dinge hartnäckig angesprochen, die ansonsten durch die Lappen gehen.
Bei der Ratssitzung am 28. Juli stand ein Beschlussantrag auf der Tagesordnung, in dem die Bürgerliste den Rat beschließen lassen wollte, eine jährliche Müllsammelaktion auf dem gesamten Gemeindegebiet zu organisieren. Über dieses Thema entbrannte eine kontroverse Diskussion. Während die Vertreter der Bürgerliste eine Müllsammelaktion, die von der Gemeinde koordiniert wird, mit den Argumenten befürworteten, dass dadurch eine Aufwertung für diese Aktion entstehen könnte, dass die Außenwirkung die Leute mitziehen könnte, sprachen sich viele SVP-Ratsmitglieder gegen den Beschlussantrag und gegen eine Koordinierung durch die Gemeinde aus. Der Fischerverein und der Alpenverein würden solche Aktionen bereits veranstalten und man würde solche Eigeninitiativen schwächen, wenn die Gemeindeverwaltung die Koordination übernehme. Wenn schon solle man eine solche Müllsammelaktion ohne jeglichen Beschluss machen. Der Antrag wurde dann 10:6 versenkt.
Zu Wortgefechten kam es auch bei der 6. Haushaltsänderung. Stein des Ansoßes war, dass 4000 Euro aus dem Repräsentationsfond für die Einweihung des neuen Kunstrasens beim Sportplatz vorgesehen sind. Stefan Ganterer von der Bürgerliste sagte, dass das „Großtun mit öffentlichen Geldern keine gute Außenwirkung“ habe. Ganterer erinnerte daran, dass er nichts gegen das Feiern habe, das sei auch damals bei der Einweihung des Sportzentrums gemacht worden, aber nicht auf Kosten der Gemeinde. Sabine Zoderer, Sportreferentin und gleichzeitig Sportvereinspräsidentin sagte, dass die große Investiotion der Gemeinde mit einem Fest für die gesamte Bevölkerung enden solle.
Ganterer reichte ad hoc einen Abänderungsantag ein, der zum Ziel hatte, die 4000 Euro aus der Hauhaltsänderung zu streichen. Druchgedrungen ist er damit nicht, denn der Abänderunganstrag wurde mit den 10 SVP-Stimmen (entschuldigt abwesend waren Walter Laimer und Ulli Schweitzer) abgelehnt und dann die Haushaltsänderung mit genauso vielen Stimmen genehmigt.