Große Auszeichnung für Glurns Prämierung - Das Städtchen erhält Preis im Rahmen der „Borghi più belli d’Italia“
v.l.: Präsident der „I Borghi più Belli d‘Italia“ Fiorello Primi, Sponsorvertreter von „Elephant Italia“, Produzent der Filmserie „Il borgo dei Borghi“ auf Rai 3, die Bürgermeisterin von Senigalia, Elmar Prieth (Glurns), Amato Mercury, Präsident des wissenschaftlich-technischen Komitees und Gutachter Dott. Antonio Luna
Die Südtiroler Gemeinden Klausen, Sterzing, Kastelruth, Neumarkt und Glurns gehören zur exklusiven Vereinigung der „I Borghi più belli d’Italia“ (Italiens schönste Ortskerne), eine Vereinigung, die 2002 vom Nationalen Verband der italienischen Gemeinden (ANCI) gegründet wurde, um das kulturelle, historische und ökologische Erbe kleiner Ortschaften zu fördern. Die Vereinigung umfasst um die 380 Gemeinden in ganz Italien, die strenge Kriterien im Bezug auf Architektur, Traditionen, soziale Entwicklung und ethischen Tourismus erfüllen. Um die Voraussetzungen und Kriterien nach Jahren der Mitgliedschaft zu erfüllen, wird ein wissenschaftlich-technischer Ausschuss der Vereinigung eingesetzt, der entsprechende Kontrollen, Begutachtungen durchführt und kontrolliert, ob die notwendigen Voraussetzungen noch gegeben sind. Glurns, das seit 2004 Mitglieder der Vereinigung der schönsten kleinsten Ortschaften und Städte („I Borghi più belli d’Italia“) ist, wurde im November letzten Jahres nach über 20 Jahre Mitgliedschaft vom wissenschaftlich-technischen Ausschuss mit Sitz in Rom einer ganztägigen Überprüfung und Begutachtung unterzogen. Kürzlich wurde man nach Corinaldo (AN) gerufen, wo die zweite Ausgabe der Prämierung „Livio Scattolini“ stattfand. Scattolini war lange Bürgermeister des „Borgo“ Corinaldo und langjähriger Gutachter der Vereinigung und ist plötzlich vor zwei Jahren verstorben. Demnach hatte man vor 2 Jahren den sogenannten „Premio Scattolini“ ins leben gerufen.
Aufgrund der hohen Punktezahl, die man bei der Überprüfung erreicht hatte, wurde Glurns unter der Kategorie „Borgo innovativo“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, was eine sehr schöne Bestätigung ist. Es gab bei der Prämierung noch weitere Kategorien, z.B. „Borgo attrattivo“, „Borgo verde“ und „Borgo connesso“. Der Preis wird an jene Gemeindeverwaltungen verliehen, die die größte Fähigkeit und den größten Willen zur Verbesserung der allgemeinen Bedingungen im Ort unter Beweis gestellt haben, indem sie Maßnahmen ergriffen haben, die darauf abzielen, die architektonische, soziale, gastfreundschaftliche und ökologische Qualität ihres Ortes zu steigern. Durch die in den vergangenen Jahren immer wieder stattgefundenen Veranstaltungen, Teilnahme an den Initiativen der Vereinigung, wie die Teilnahme an der Vollversammlung, dem dreitägigen „Borgo Festival“, der „Notte Romantica“, der nationalen und regionalen Zusammenarbeit, aber vor allem durch die im Ort gut bestehenden Infrastrukturen, wie die Erneuerung der Trinkwasserleitungen, der Pflasterungen, Gehsteige, der sozialen und öffentlichen Strukturen, der Anbindung an das Fernheizwerk und vor allem der Minimierung der Leerstände durch Sanierungen der denkmalgeschützten alten Gebäude und die damit verbundene Verhinderung der Abwanderung der Bevölkerung und letztendlich durch die gastronomische Aufwertung des Ortes und dem gut funktionierendem Vereinswesen, ist diese große Auszeichnung zustande gekommen. Elmar Prieth, bis vor kurzem noch Präsident der gemeindeeigenen Einrichtung Glurns Marketing, der sich für die Belange der „Borghi“ in den letzten Jahren intensiv einsetzte, durfte für die Stadtgemeinde Glurns diese große und schöne Auszeichnung entgegennehmen. (r)