Bevölkerung ist zum Mitmachen eingeladen
Der weltweite Biodiversitätsverlust ruft zum Handeln auf. Innerorts kann durch Flächen mit heimischen Wildpflanzen die Biotopvernetzung gefördert werden. Neun Gemeinden aus dem Vinschgau, inklusive einer Gemeinde aus Österreich haben im Rahmen des Interreg-Projektes „Blühende Terra Raetica“ anhand kleiner Pionierflächen die Anlage und Pflege naturnaher Flächen im öffentlichen Raum kennen gelernt. Die Verwendung von einheimischen Wildpflanzen wird bereits in einigen Ländern erfolgreich praktiziert. Die Verfügbarkeit regionaler Pflanzen und Samen steht allerdings noch vielerorts in Kinderschuhen. Heimische und vor allem regionale Pflanzen sind bestens an die lokalen Bedingungen angepasst. „Mag’ sein, dass der Anblick von Wiesenpflanzen im Vergleich zu züchterisch veränderten Kulturformen uns Menschen nicht direkt in’s Auge sticht, doch wenn wir erst einmal die Gelegenheit haben zu sehen und zu hören, wieviel Leben in einer Fläche aus Wildpflanzen steckt, dann sehen wir den Wert einer Pflanzung mit anderen Augen“, so die Naturgartenplanerin Ingrid Völker, welche das Projekt geleitet hat. Somit haben öffentliche Flächen Vorbildcharakter und laden auch Privatleute zum Nachahmen ein. Vor allem Tiere und Pflanzen der Magerstandorte sind vom Verlust ihres Lebensraums betroffen. Die Entwicklung artenreicher Magerstandorte erfordert etwas Geduld und nur eine entsprechende Pflege führt zu nachhaltigem Erfolg. Die Mitarbeiter der lokalen Bauhöfe wurden über 2 Jahre bei der Anlage und Pflege begleitet.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, diese Bereiche zu entdecken, zu beobachten und zu genießen. Wer Ideen hat, wo künftig weitere naturnahe Flächen im Rahmen eines möglichen Folgeprojekts entstehen könnten, ist ausdrücklich eingeladen, diese Vorschläge an die jeweilige Gemeindeverwaltung oder die Bezirksgemeinschaft Vinschgau (