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Psychologie

Dankbarkeit

veröfftl. am 19. August 2025

Alle meine Gefühle
Gefühle geben uns Orientierung für uns selber und beeinflussen so die Beziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen pflegen. Je deutlicher und differenzierter es gelingt, Gefühlen nachzuspüren, sie zu benennen und mitzuteilen, umso lebendiger fühlen wir uns.

Dankbarkeit
„Das hast du für mich gemacht? Wie schön; Danke dir!“ Das Gefühl der Dankbarkeit überkommt uns spontan, wenn sich Wünsche erfüllen, uns jemand lobt und uns die stille Freude an den kleinen Dingen, in der Natur oder bei Begegnungen mit anderen Menschen überkommt. Dankbarkeit steht für eine bewusste, bejahende und freudvolle Haltung dem Leben gegenüber. Es wird einem warm ums Herz und eine angenehme Stimmung macht sich breit. Dankbarkeit ermöglicht uns, das Leben als Ganzes zu lieben, auch das, was mir gerade gegen den Strich geht; wenn ich z. B. beim Arzt länger warten muss. Natürlich gilt dies nicht bei schweren Schicksalsschlägen, denn die können wir nicht einfach wegstecken, geschweige denn dankbar dafür sein. Das wäre unmenschlich. Es gibt aber auch diejenigen, die ihr Glück als selbstverständlich betrachten, immer noch höhere Ansprüche ans Leben stellen und dabei unzufrieden bleiben. In unserer heutigen Zeit, die von Schnelligkeit, Vergleichen und ständiger Optimierung geprägt ist, gerät die Dankbarkeit leicht in den Hintergrund. Ich selbst entscheide, ob sinnbildlich das Glas halb voll oder halb leer ist. Und damit übernehme ich die Verantwortung, welchen Gedanken ich Raum gebe. Wir sind täglich eingeladen, das einfache Leben in seiner Fülle wahrzunehmen und damit mit dem Leben und nicht dagegen zu gehen. Unangenehme Gefühle zulassen wirkt erleichternd. Beklagen wir uns allerdings ständig und schauen auf das, was mal wieder nicht nach unseren Vorstellungen läuft, schaden wir uns im Grunde selbst und sind eine Zumutung für andere.

Elisabeth Hickmann
Systemische Therapie und
Beratung (SG)
Tel. 333 269 0799
www.beratung-hickmann.it