Die Reichen werden reicher
Weltweit gibt es rund 3.000 Milliardärinnen und Milliardäre und noch nie waren sie so reich wie jetzt. Sie haben ein Vermögen von 18,3 Billionen US-Dollar (umgerechnet etwa 15,75 Billionen Euro. Seit März 2020 wurden sie inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent reicher. Gleichzeitig lebt fast die Hälfte der Menschheit in Armut. Mit einem Wachstum von rund 16 Prozent (2,5 Billionen Dollar) hat das Vermögen der Milliardäre 2025 dreimal so schnell zugenommen wie in den fünf Jahren davor. Die zwölf reichsten Personen haben mehr Geld als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung, das sind mehr als vier Milliarden Menschen. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt nur 0,52 Prozent des weltweiten Vermögens, das reichste Prozent besitzt 43,8 Prozent. Elon Musk, der reichste Mann der Welt, verdient in vier Sekunden so viel wie ein Durchschnittsmensch in einem Jahr. Diese Daten veröffentlichte Oxfam, ein internationaler Verbund verschiedener Hilfs- und Entwicklungsorganisationen am 19. Jänner im Jahresbericht zur weltweiten Vermögensungleichheit. Oxfam arbeitet weltweit dafür, dass sich Menschen in armen Ländern nachhaltige und sichere Existenzgrundlagen schaffen können. Die Superreiche nutzten ihre Ressourcen, um sich politische Macht zu sichern und die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Durch diese Entwicklung wird nicht nur die Ungleichheit zwischen Superreichen und Armen erhöht, die politische Macht der Milliardäre setzt auch die Demokratie zunehmend unter Druck bzw. gefährdet die Demokratie. (hzg)