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Schlanders/Goldrain

Frischer Strom für Schlanders

veröfftl. am 20. Januar 2026

Die Primärkabine in Goldrain soll im Februar ans Netze gehen: Der Vinschgerzug, Latsch und Schlanders sollen dann mit neuem Strom versorgt werden

Wenn im Laufe des Februar die Primärkabine in Goldrain endlich in Betrieb geht, ändert sich für Schlanders einiges, vor allem für die Betriebe, aber auch für die Haushalte. Denn die Stromversorgung für die Industriezone und für die Dörfer in der Gemeinde wird sicherer. Schlanders bereitet sich unter der Aufsicht und Beratung vom Glurnser Ingenieur Dietmar Baldauf emsig auf diese Inbetriebnahme vor. Derzeit werden in den längst vorhandenen Leerrohren neue Kabel eingezogen, an einigen Stellen werden alte Kabel ausgetauscht. Die Primärkabine in Goldrain, die so aufgeteilt ist, dass sie die Stromversorgung für die Vinschgerbahn übernehmen wird und ein anderer Teil als Einspeisepunkt für die Stromversorgung der Gemeinden Latsch und Schlanders dient, ist für die Schlanderser ein zweiter Sicherheitsanker neben der Primärkabine in Laas. Die materiellen Anteile in Goldrain sind zu je einem Drittel auf die Gemeinden Latsch und Schlanders und auf Edyna aufgeteilt. Wie bei der Kabine in Laas seit dem Sommer 2025 wird Schlanders auch in Goldrain eine Strombezugsgröße von 12 Megawatt und eine Einspeiseleistung von 12 Megawatt zugesichert. Dietmar Baldauf, der die Gemeinde Schlanders in Stromfragen zur Seite steht und bei der Organisation und bei den Kontakten mit den Firmen unterstützt, sagt, dass der Anschluss an die Primärkabine in Goldrain für den Standort Schlanders große Sicherheit bedeutet. Würde die Stromeinspeisung bei der Primärkabine in Laas ausfallen, kann künftig die Einspeisung über Goldrain erfolgen. Der größte Strombezieher in der Gemeinde, die Firma Recla, wird mit der Inbetriebnahme der Kabine in Goldrain nicht mehr am Ende des Stromnetzes stehen, sondern viel näher am Einspeisepunkt. Der Gemeindeausschuss von Schlanders hat kurz vor Weihnachten zudem die Firma EN-CO mit der Ausarbeitung einer Studie für das Mittelspannungsnetz beauftragt. EN-CO hat eine solche Studie bereits 2017 erstellt. Aufgrund der sich verändernden Schutzsysteme und der sich ändernden Stromflüsse durch die Inbetriebnahme der Primärkabine in Goldrain wird eine Ajournierung der Studie notwendig.
Auf ein noch größeres Ziel weist der Schlanderser Generalsekretär Georg Sagmeister hin: In drei jahren soll das gesamte Stromnetz der Gemeinde Schlanders erneuert und weite Teile unterirdisch verlegt sein. Dafür sind in diesen drei Jahren rund 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Das sei auf der Investitionsseite noch ein Biss in den sauren Apfel. Ab 2030 sollen dann die Früchte der Investitionen in die Kraftwerkskette in Schlandraun und in das Stromnetz geerntet werden. (eb)