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Glurns

Glurns gesperrt

von Erwin Bernhart
BM Erich Wallnöfer und der Gemeinderat von Glurns machen Ernst: Das Stadtl wird im Juli und im August für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. In den Ladnesämtern konnte man nur ein positives Gutachten ausstellen.
veröfftl. am 24. Juni 2026

Glurns Bürgermeister Erich Wallnöfer: Durchzugsverkehr

Das, was der Glurnser BM Erich Wallnöfer angedacht und dann gemeinsam mit dem Stadtsekretär Georg Sagmeister und dem Ortspolizeikommandanten Christian Carli mit einhelliger Billigung des Gemeinderates ausgearbeitet hat, wird im heurigen Sommer Wirklichkeit. Und zwar wird im Juli und im August die Stadt für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. Hinweistafeln an den Eingangstoren und frühzeitig angezeigte Umfahrungsvarianten sollen einen Teil des Verkehrs von den Gassen in der Stadt freihalten. Es gibt natürlich Ausnahmen: Anrainer und Berechtigte sind von dem Durchfahrtsverbot ausgenommen.
Ein fein durchdachtes und von Gesetzen abgestütztes Begründungsdokument für die Stadtsperrung wurde der Landesregierung und den zuständigen Ämtern in Bozen zur Begutachtung vorgelegt. Die kundigen Ausführungen waren schwerlich abzulehnen und schon gar nicht dagegen vorzugehen. So hat die Stadtregierung eine Art Nulla Osta in der Hand und bleibt auch damit von den Protesten der umliegenden Gemeinden und Fraktionen völlig unbeeindruckt. Unbeeindruckt ist man auch gegenüber den Protesten aus den Reihen der Kaufleute in der Stadt selbst geblieben, die besagten, dass ein Ausbleiben des Durchzugsverkehrs eine Minderung der Geschäftstätigkeiten zur Folge haben werde. Den Protesten wurde in oft heftig und laut geführten Diskussionen das Argument entgegengehalten, dass die Durchreisenden wohl eher nicht direkt in die Geschäfte hineinfahren und dort einkaufen würden.
Der Sommer 2026 bzw. die zwei Monate Juli und August werden also als Testlauf zu betrachten sein, wie ein Verbot des Durchzugsverkehrs funktioniert und was eine solche Maßnahme bringen wird. Mit Argusaugen werden auch die Nachbargemeinden das Treiben in Glurns und ein potentielles Mehr an Verkehr auf den eigenen Straßen beobachten. Und noch etwas kündigt BM Erich Wallnöffer an. In Sachen Umbau der Kreuzung vor der Pfarrkirche zum Eisheiligen St. Pankratius in Richtung Prad komme Bewegung. Der Ausbau dort solle bewirken, dass der Verkehr aus der Schweiz in Richtung Meran über die Prader Straße und dort über die Handwerkerzone umgeleitet und so von einem Durchzug durch Glurns abgehalten werden soll.