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Vom Wind gefunden

Hirtenleben, Freiwilligenarbeit und Rilke

veröfftl. am 06. Januar 2026

Die Vereinten Nationen (UNO) setzen im Jahre 2026 die ökologische und soziale Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit. Das Jahr 2026 wurde zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums erklärt. Die Bedeutung von Weidelandschaften für die Ernährungssicherheit, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung soll mehr Beachtung erfahren, denn vor allem in trockenen und gebirgigen Regionen der Erde leben weltweit Millionen Menschen von Viehzucht und Hirtentum. Es geht um die Förderung nachhaltiger Bewirtschaftung, den Schutz traditioneller Lebensweisen und die Stärkung der Rechte von Hirten und Nomaden. Außerdem hat die UNO das Jahr 2026 zum internationalen Jahr der Freiwilligen für nachhaltige Entwicklung erklärt. Die Rolle von Ehrenamtlichen bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung soll damit gewürdigt werden. Ehrenamtliche leisten weltweit wichtige Beiträge bei der Bildung, Gesundheit, Katastrophenhilfe und beim Klimaschutz. Diese Arbeit soll Sichtbarkeit und Anerkennung erfahren. Freiwilligenarbeit soll gefördert, internationale Netzwerke sollen gestärkt werden. 2026 ist wieder ein Rilke-Jahr (1875 – 1926). Letztes Jahr stand der 150. Geburtstag und dieses Jahr steht der 100. Todestag im Mittelpunkt der Gedenkfeiern. Rainer Maria Rilke mahnt in einem Gedicht zu Geduld und meint u.a. Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen. Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein. (hzg)