Die Landesregierung sagt, wo’s lang geht
v. l.: LH Arno Kompatscher, Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch und LR Peter Brunner bei der Pressekonferenz auf Schloss Goldrain
Es sei sehr fruchtbringend, in die Peripherie zu gehen, eröffnete LH Arno Kompatscher die Pressekonferenz im inspirierenden Kapellensal von Schloss Godlrain nach der Sitzung der Landesregierung mit den BM und Vertretern der Bezriksgemeinschaft des Tales. Gemeinsam mit Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch und Landesrat Peter Brunner wurden die Vinschgaupunkte erläutert. Bei der Energie, sagte Brunner, werde ab April noch ein technischer Energietisch eingerichtet und man wolle Trinkwasserwerke überprüfen. Beim Nationalpark, so Brunner, wolle man den bisherigen Stillstand mit der Genehmigung der Leitlinien(linee guide) in allen drei Parkteilen im Herbst noch genehmigen. Bis dahin soll der Umweltminister, so sei es ausgemacht, für Südtirol ein eigenes Dekret für Bauangelegenheiten verabschieden.
Der Vinschgau habe keinen Over-Tourism, sagte LH Arno Kompatscher. Deshalb können alle Vinschger Gemeinden ihre Tourismuszonen verlängern (oder auch nicht). Latsch sei nicht auf der Liste, weil die Gemeinde aktuell gar keine Tourimuszone habe. Zur Mobilität bzw. zur Verlängerung der Bahn über Mals hinaus soll es bis Jahresende die Definition der Trasse geben. In der Schweiz und in Österreich gebe es andere Geschwindigkeiten. Übersetzt: Die haben so gut wie nichts getan. Der LH erneuerte das Angebot in Richtung Schweiz: Südtirol werde die Hälfte der Tunnelkosten übernehmen. Zum Krankenhaus Schlanders sagte der LH, dass es in Südtirol ein Krankenhaus mit 7 Standorten gebe. Der 3. Stock am KH Schlanders ei deshalb noch geschlossen, weil es in der Internen Medizin an Ärzten mangele. Den Wald wolle man als Mischwald ausbauen, was gegen Naturgefahren helfe.
Zu einer möglichen Umfahrung von Schluderns-Glurns-Mals sagte der LH, dass sich die Gemeindeausschüsse umd Gemeinderäte die Trassenverläufe genau anschauen sollen. Denn „wir bauen nicht gegen den Willen der Bevölkerung“.
Am Stilfserjoch würde die aktuelle Rechtssprechung eine mögliche Eintrittsgebühr zulassen. Die Festung in Gomagoi werde das Land ausbauen.
Bei den Großkraftwerken sei man beim Vorbereiten der Ausschreibung, hoffe aber auf eine Konzessionsverlängerung. (eb)