Leserbriefe 1-2026
System SVP in Naturns
In Naturns entscheidet der SVP-BM Zeno Christanell nicht nur wie, wo und wie lange man mit dem Auto parken darf, sondern jetzt auch wie, wo und wer in Naturns bauen darf. Bei der Gemeinderatsitzung am 24.11.2025 wurde eine neue Wohnbauzone,“Am Etschufer“ ca. 5000 m2 grüne Wiese, mit den Stimmen der SVP und Zukunft Naturns ausgewiesen. Meines Erachtens dient diese nur für Spekulanten, Investoren und Immobilienfirmen und nicht für die arbeitende und Wohnung suchende Bevölkerung von Naturns, schade um den spärlichen Baugrund in Naturns. Weiters wurde für das Projekt Tiefgarage am Rathausparkplatz der Planungsauftrag für eine Machbarkeitsstudie vergeben ohne die Bürger zu informieren, obwohl im Frühjahr 2023 dazu eine Volksbefragung hätte stattfinden sollen, obwohl mehr als 600 Bürger/innen mit ihrer Unterschrift dazu ihren Willen geäußert haben. Solche Entscheidungen zeigen auf wie ernst es die SVP-Politiker in Naturns mit der Bürgerbeteiligung nehmen. Aber solange die Entscheidungsträger aus einer SVP-Mehrheit kommen, wird sich so schnell nichts ändern. Deshalb appelliere ich an alle Bürger/innen, seit wachsam und überlegt es euch gut wem ihr vertraut und unterstützt in unserem Dorf Naturns.
Elmar Karl Müller, Naturns
„Bin für Hunde-DNA“
Nicht jeder hält sich einen Hund, aus welchen Gründen auch immer. Aber das Hundekotproblem betrifft dennoch jeden Bürger.
• Die Unkosten, die eine Gemeinde z.B. für die Doggy-Toiletten aufwendet, werden auf alle Gemeindebürger umgelegt.
• Eigentümer eines Grüns müssen die Gründe auf eigene Kosten einzäunen und die Bauern, bevor sie mit dem Mulchgerät fahren, die Säckchen einsammeln, damit sie nicht zerbröselt werden. Aus hygienischen Gründen hat Hundekot bei der Produktion von Lebensmitteln nichts zu suchen.
• Auf Wanderwegen findet man den Kot fein säuberlich eingetütet am Wegesrand, was für die Verrottung sinnvoll erscheint.
• Jetzt im Winter, wo die Straßen und Gehwege, speziell auch in der Stadt, nicht mit Wasser gesäubert werden können, bewässern die Hunde. Besonders attraktiv sind die Pipi-Hinterlassenschaften, die sich an Hausmauern und Blumenkübeln aneinanderreihen.
• Als Fußgänger ist man gezwungen dauernd auf den Gehweg zu achten, um nicht auszurutschen oder ein Mitbringsel zwischen dem Profil der Schuhsohlen mitzunehmen. Ganz besonders tricky wird es für Rollstuhlfahrer, wenn sie mitunter auf die Straße ausweichen müssen.
Mein Vorschlag um das Hundekotproblem einigermaßen in den Griff zu bekommen, wäre, wie Landesrat Schuler eingeführt hat, für alle Hunde die DNA-Abstriche einzufordern. Ich bin sicher, dass sich das Problem lösen oder zumindest verbessern würde, sobald die erste DNA-Probe positiv getestet worden ist.
Name der Redaktion bekannt
Graubünden wird übergangen
Der Förderverein Alpenbahnkreuz Terra Raetica nimmt mit grosser Verwunderung zur Kenntnis, dass der Kanton Graubünden im «Bericht Weidmann» weitgehend unberücksichtigt bleibt. Der Bericht, den Bundesrat Albert Rösti bei ETH-Professor Ulrich Weidmann in Auftrag gegeben hat, priorisiert die wichtigsten Verkehrsbauwerke der Schweiz. Dabei erscheint Graubünden erneut als «weisser Fleck», während im Mittelland milliardenschwere Projekte vorangetrieben werden.
Achse Basel – Zürich – Landquart – Unterengadin – Mals – Meran – Bozen – Venedig gehört zu den wichtigen Projekten
Aus bündnerischer Sicht muss der Bund die seit mehr als dreissig Jahren im kantonalen Richtplan eingetragene Achse Basel, Zürich, Landquart, Unterengadin, Mals, Meran und Bozen endlich als integralen Bestandteil der schweizerischen Verkehrsplanung anerkennen. Diese Verbindung ist nicht nur für Graubünden von Bedeutung, sondern stellt eine wichtige europäische Entwicklungsachse dar. Sie verknüpft das Schweizer Mittelland mit den wirtschaftsstarken Regionen Nordostitaliens sowie mit dem Tiroler Zentralraum. Diese Achse erfüllt damit eine Funktion, die weit über die nationale Perspektive hinausgeht. Sie trägt zur Stärkung des transeuropäischen Personen- und Güterverkehrs bei, verbindet periphere Alpenregionen mit bedeutenden Metropolitanräumen und schafft neue Chancen für Tourismus, Wirtschaft und Mobilität im gesamten Alpenbogen. In ihrer strategischen Bedeutung ist sie mit den grossen europäischen Nord-Süd- Korridoren vergleichbar und kann als zeitgemässe Alternative zur vom Bund wiederholt verworfenen Ostalpenbahn betrachtet werden.
Dario Giovanoli – Präsident Förderverein Alpenbahnkreuz Terra Raetica
(die ausführliche Stellungnahme Link)