Leserbriefe 17-2025
Im Gedenken an Adolf Ziernheld
Ein Familienmensch – Ehemann, Tata und 12facher Opa, Mitglied der Gemeinschaft, der er viel und gerne Zeit widmete – seine Werte, sei es in Familie oder Gemeinde lauteten: einstehen füreinander, sich einsetzen, etwas Bleibendes schaffen nicht nur für sich, sondern für die ganze Dorfgemeinschaft, immer vorwärts gewandt bleiben und an die Zukunft denken!
Bauen, Pläne schmieden, mitgestalten und selbst mit anpacken. In seiner Zeit als Fraktionsvorsteher oder Ausschussmitglied in der Gemeinde Mals, als Zimmermann, als Vorarbeiter beim Straßenbau, als Getränkehändler und Geschäftsmann – immer hatte er Pläne im Kopf, was man anders und besser machen könnte. Kritik und Widerstände sah er dabei als Herausforderungen „geht nicht, gibt’s nicht“ und „jetzt erst recht“ – mit seiner Meinung hielt er dabei nicht hinter dem Berg und machte sich nicht nur Freunde damit. Das hat ihn nicht gebremst, im Gegenteil, mit seiner offenen und auf die Menschen zugehenden Art konnte er so manchen Kritiker von seinen Plänen überzeugen.
Als viertes Kind und erster Bub von 8 Geschwistern, spielte sich seine Kindheit am Burgeiser Dorfplatz ab – wo immer „etwas los“ war, wo noch Ball gespielt werden konnte und man sich getroffen hat. Schon als Jugendlicher begleitete er seinen Vater, den weitum bekannten Zimmermann Miller-Hansl, auf die verschiedenen Baustellen, oft mit dem Fahrrad auf der Stange sitzend oder später mit dem Motorrad – noch später mit einem der wenigen Autos in Burgeis, das dann notgedrungen auch öfters als Taxi diente. Voller körperlicher Einsatz, aber immer auch „a Hetz“, Speis und Trank kamen nie zu kurz. Das Beisammensitzen und Miteinanderreden war ihm sein ganzes Leben lang wichtig, das tägliche Karterle im Dorfgasthaus und dabei das schnelle Austauschen von neuesten Informationen, förderte den Zusammenhalt im Dorf.
Beim plötzlichen und unerwarteten Tod seines Vaters übernahm Adolf 22jährig den Zimmereibetrieb und die Rolle als Familienoberhaupt – seine Mutter Anna und sein geliebter Neina haben ihn immer unterstützt und ihm vertraut und es geschafft, trotz harter Zeiten in humor- und liebevoller Weise die Familie zusammen zu halten, „nicht immer alles so ernst nehmen“ – sich tratzen, gutes Essen und die Gemeinschaft pflegen, das wurde immer groß geschrieben. Das ist heute noch spürbar, wenn die „Miller-Hansln“ beisammen sitzen.
Adolf holte seinen Mittelschulabschluss neben der Arbeit in der Abendschule nach und nutzte dann die Gelegenheit in Deutschland den Zimmermann-Meister zu machen. Lebenslange treue Freundschaften entstanden aus dieser Schulzeit und gerne besuchten ihn seine Schulkameraden später auch mit ihren Familien in Burgeis. Trotz Widrigkeiten gelang es Adolf sein Haus am Hang zu bauen und 1965 zu Weihnachten mit seiner Frau Traudl einzuziehen – trotz Rohbau. Die Zeichen der Zeit erkannt, war das Garni Ziernheld eines der ersten Häuser in Burgeis mit „Zimmern mit Frühstück und fließend Wasser“. Der Tourismus nahm Fahrt auf. Adolf war unter den ersten Unterstützern und für den Bau einer Liftanlage am Hausberg, dem Watles. 1975 konnte dieser, nicht zuletzt durch die Hartnäckigkeit der Burgeiser, eröffnet werden. „Die Gäste kamen zu mir in die Werkstatt, um ihre Holzskier und Schneeschuhe flicken zu lassen, oder die Skier zu waxen“, da hatte Adolf die Idee „ein Sportgeschäft muss her“. Außerdem brauchte es die passende Winterausrüstung und Wanderkleidung im Sommer… Beherzt und etwas blauäugig, wie er offen zugab, nahm er auch diese Herausforderung in Angriff. Mittlerweile war er Vater von 4 Kindern und Traudl die tragende Säule im Familienbetrieb, was Kinder, Hausgäste und Geschäft betraf.
Sein Credo lautete: „epas geaht ollm“ und „ban Redn kemman die Leit zomm“, sein Humor und seine Schlagfertigkeit gingen mit den Jahren nicht verloren. Sein Gedächtnis für Namen, Flurnamen, Zahlen und Ereignisse verließ ihn bis zuletzt nicht, so waren seine Erzählungen über die letzten 60 Jahre vor allem rund um den Aufbau von Burgeis und des Oberen Vinschgaus immer spannend und kurzweilig.
Die Arbeit prägte sein Leben. Sein Dienst an der Gemeinschaft – für die Fraktion, auf Almen und Weiden oder im Gemeindeausschuss und in jungen Jahren auch noch bei der Feuerwehr, der Musikkapelle, im Sport- und Tourismusverein, der Jägerschaft und als Fischer – er versuchte, alles unter einen Hut zu bringen. Trotzdem wurde er seiner Rolle als Familienvater und Opa gerecht. Auf seine Art hat er gefordert und gefördert und die Kinder „selbst ausprobieren und anpacken lassen“ - im Tun lernt man, das hat er erfahren. „Zuerst Handeln und dann sehn wir weiter“, diese Methode hat ihn nicht bei allen beliebt gemacht, war aber die „effektivste“, schmunzelte Adolf gerne.
Er hat seine Ziele verfolgt, viel erreicht, überall mitgearbeitet, wo Not am Mann war, sei es im Familienbetrieb, als auch noch die letzten Jahre als Beregnungswart auf Marein, bis seine körperliche Kraft es nicht mehr zuließ.
Sein Wille und sein Verstand waren ungebrochen, sein Humor und sein „Brottlan“ (=sich über alles aufregen können) wie bei den Ziernhelds anscheinend nicht untypisch - sind legendär geworden. Wir vermissen dich, du hinterlässt eine große Lücke, doch die guten Erinnerungen kann uns keiner nehmen und die sind in unsere Herzen geschrieben. Wir behalten die schönsten Momente mit dir in Erinnerung. Danke für alles!
Deine Familie
Prader Kalkofen by night
In der letzten Ausgabe des „Der Vinschger Wind“ wurde unter dem Titel „Vom Wert der Dunkelheit“ die Problematik der Lichtverschmutzung aufgezeigt. Mittlerweile sind die vielfältigen negativen Auswirkungen der Nachtbeleuchtungen ausreichend bekannt. Und nachdem alle, ganz besonders Politiker und Vertreter von öffentlichen Verwaltungen, immer wieder den Begriff der „Nachhaltigkeit“ verwenden, sollte auch in diesem Zusammenhang die unnütze Energieverschwendung eine Rolle spielen. Um den nicht zu unterschätzenden negativen Einflüssen der Lichtverschmutzung und der Energieverschwendung Einhalt zu gebieten, hat die Landesregierung im Juli 2022 Richtlinien zur Einschränkung der Lichtverschmutzung verabschiedet. Es ist vorgesehen, dass die Gemeinden Verstöße mit Verwaltungsstrafen ahnden können. Wie schauen jedoch die Praxis und die Vorbildfunktion der öffentlichen Verwaltungen aus? Ein Beispiel dazu liefert der neu errichtete und noch nicht eröffnete museale Kalkofen im Ortsteil Schmelz, finanziert mit öffentlichen Steuergeldern. Dieser wird schon seit Monaten in den Nachtstunden erhellt. Nachdem die starken Scheinwerfer vom Boden aus den hohen Kalkofen bestrahlen, wird auch der dahinter liegende Wald entgegen der Vorgaben der Landesrichtlinie mitbeleuchtet. Beim Betrachten der beiden Leuchtkörper stellt man fest, dass im Scheinwerferlicht unzählige nachtaktive Insekten vom Lichtstrahl beeinträchtigt werden. Es stellt sich die Frage, warum hier so eine pompöse Nachtbeleuchtung in Betrieb genommen wird. Ist es wirklich notwendig, ein Gebäude zu bestrahlen, an dem die vorbeifahrenden Autofahrer in der Nacht ohnehin mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit kaum mitbekommen, dass es sich hier um einen historischen Kalkofen handelt? Diese Gelder hätten besser in dringende Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und Geschwindigkeitsreduzierung investiert werden können. Gegenüber dem Kalkofen befindet sich bereits eine Straßenlampe, die teilweise auch den übrigen Bereich beleuchtet. Wenigstens sind die Scheinwerfer ab 23,00 Uhr im Sinne der Richtlinie ausgeschaltet. Als positives Beispiel gegen die Lichtverschmutzung soll an dieser Stelle die Dunkelheit bei der St. Johannkirche in Prad erwähnt werden. Eine gute Entscheidung der Kirchenverwaltung. Es geht auch nachhaltig, wenn man will.
Rudi Maurer, Prad am Stilfserjoch
Seceda im Vinschgau?
Die Belastung durch den Verkehr hat mancherorts ihre erträgliche Grenze überschritten. Aber es sind nicht nur Straßen und Pässe, die betroffen sind.
Wie Claudia Plaikner vom Heimatpflegeverband treffend darstellt (TZ 25.7.25), darf man sich nicht scheinheilig aufregen, wenn Massen von Touristen kommen, weil wir aus ehemals einfachen Wandersteigen fahrtaugliche Wege machen, weil wir (Forst)Straßen ausbauen, Almen mit überdimensionalen Straßen erschließen, Parkplätze bauen, wo bisher nur ein Kuhsteig hinführte,
statt Bäumen Campingplätze pflanzen. Wir schaffen ständig neue Strukturen, um Gäste anzulocken, und ärgern uns, wenn wir plötzlich im eigenen Land nicht mehr daheim sind. Die Überlastung trifft die Natur im umfassenden Sinn, also Mensch, Landschaft mit Tier- und Pflanzenwelt und Klima, sie stört das lebenswichtige Gleichgewicht und die für alle zur Erholung nötige Ruhe. Wir müssen selber aktiv werden gegen eine Politik, die immer neue Umweltsünden genehmigt und finanziert.
Es mag erfreulich sein, wenn altehrwürdige Übergänge wieder in Stand gesetzt oder erhalten werden. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass diese touristisch „ersch(l)ossen“ werden, damit hemmungslose Biker GPS-gesteuert durch bisher relativ ruhige Seitentäler „tschindern“ können. Ich denke da beispielsweise ans Langgrubjoch (Bildstöckljoch), Taschljöchl, Madritschjoch. Zum Glück gibt es noch viele verantwortungsbewusste Menschen und Verbände, die aus unterschiedlichen Antrieben, warnen und bremsen, wie Alpenverein, Umweltschutzgruppen, Heimatpflegeverband, die Jägerschaft und (manche) Almen. Bleiben wir wachsam, schützen wir unsere Berge und Täler – und schließlich uns selbst, bevor es zu spät ist!
Erich Daniel, Schlanders
Tourismus: Fluch oder Segen?
Manche Gebiete in Südtirol werden mittlerweile überrollt und Belastungen in vielerlei Hinsicht haben ihre Grenze erreicht! Das ist aber bei weitem nicht überall so!
Vielleicht wäre es angebracht, strukturschwache Gebiete im gesunden Maße aufzuwerten wodurch sich im Laufe der Zeit eine bessere und erträglichere Verteilung einstellen würde.
Genau betrachtet, muss man eines zugeben:
Der Tourismus hat Südtirol bei Weitem mehr Nutzen als Schaden zugefügt! Ich möchte nicht wissen was ohne diesen z.B. in Sulden, dem Vinschger Oberland usw. los wäre!
Der Tourismus hat neue Perspektiven geöffnet, Arbeitsplätze geschaffen, Kreisläufe aktiviert und so manchen Dörfern neues Leben eingehaucht! Zudem sind Menschen zu uns gekommen, die uns manchmal Dinge sagen, die uns oft nicht mehr bewusst sind, oder die wir nicht immer zu schätzen wissen: „Ach in welch herrlichen, schönen und beeindruckenden Land lebt ihr!“
Fakt ist auch, dass durch Aufstiegsanlagen, gepflegte Naherholungsgebiete, Einkehrmöglichkeiten usw. vor allem die Einheimischen profitieren!
Glaube so lange klare Spielregeln, der Respekt privaten und öffentlichen Gut, der Landschaft und der Menschen usw. vorhanden ist, sind oftmals übertriebene Reaktionen nicht angebracht!
Zudem muss uns Eines bewusst sein: Wir sind nur Gast auf Erden, uns gehört Vieles nur auf Zeit und nicht auf Dauer! Wir sind nicht alleine, um uns sind Menschen die bestimmte Aktivitäten mit Rechten aber auch mit Pflichten wahrnehmen!
Schimpfparolen, Unmut, Hass und Neid jedenfalls sind der falsche Weg!
Es kann auch nicht sein, dass der Radl- bzw. Traktortag zum Joch auf solche Proteste stößt! Gerade in Zeiten der 200 Jahrfeier ist dies eine Wertschätzung gegenüber den Pionieren, die diese Straße gebaut haben!
Wir als Gesellschaft können gegen alles sein, aber dann können wir uns gleich in einen Käfig sperren und den Schlüssel wegwerfen! Dann aber sinkt unsere Lebensqualität auf null!
Glaube uns ist ein gesundes Wir Gefühl abhanden gekommen, wir beschäftigen uns zu sehr mit uns selber, und schaffen Probleme, wo eigentlich keine sind! Wirkliche Probleme sind die weltweiten Auseinandersetzungen, die Bedrohung des Weltfriedens, Handelskriege usw.
Also das Absägen eines Astes auf dem wir alle sitzen!
Das kann doch nicht sein! Oder?
Raimund Niederfriniger, Tanas
„Rifugio per l’avifauna“
Buonasera Zeno,
ho appreso con non poco stupore la notizia dell‘asportazione di dozzini di alberi trentennali che fiancheggiavano la struttura sportiva. Tutto ciò per consentire la realizzazione di una strana pista per biciclette a spinta tramite gli arti umani (braccia e gambe, o sbaglio?) voluta da chissà quali menti geniali e della quale non si sentiva necessità alcuna e con conseguente spreco di denaro pubblico.
Anche questa operazione è stata decisa (arbitrariamente visto che si tratta di un bene della nostra comunità) senza previe informazioni in merito.
Ciò conferma purtroppo l‘arbitrarietà, la presunzione di potere insindacabile di questa Amministrazione. Decidiamo noi, comandiamo noi e voi, popolino, stattene zitto e non contestare. Gli alberi provvedevano alla fotosintesi clorofilliana, e se non lo sapete ve lo spiego, significa cioè trasformare acqua e anidride carbonica in glucosio (loro nutrimento) rilasciando nel contempo ossigeno nell‘atmosfera. Inoltre rappresentano un rifugio sicuro per l‘avifauna, ovvero l‘insieme delle specie di uccelli viventi in regione che ivi nidifica. Ma per questa Giunta, tutto ciò non riveste importanza alcuna. Evitate almeno di vantarvi di voler creare ampie zone verdi, con i progetti in atto per queste non vi sarà più spazio, evitate per cortesia di prendere in giro la comunità di Naturno. Soprattutto non vantatevene!
Sinceramente pensavo che dopo le contestazioni sacrosante mossevi nella precedente legislatura vi foste posto il dubbio, almeno un pochino, sulla correttezza del vostro modo di operare. Quanto sta nuovamente accadendo altro non fa fa che confermare i metodi dispotici precedenti.Ma quanto sopra è solamente la punta dell‘iceberg che riconducono ad altre ben più rilevanti decisione di questa giunta e che porteranno il paese di Naturno a diventare una micropoli (chiedo scusa per il neologismo) cementificata e non più a portata d‘uomo come la nostra comunità desidera e necessita.
Uno che ama il suo paese
Bruno Svaldi, Naturno
„... zsåmmghepp...“
Die Überlegung der Einbringung des Vorschlags zur Ernennung einer Arbeitsgruppe im Ausschuss für die Erstellung der Kriterien bei der Zusammensetzung der Kommission für die Kontrolle der Nachhaltigkeit des Plans für die Umsetzung der Ideen zum Konzept der Möglichkeit der Arbeitseingliederung bei Menschen mit Migrationshintergrund oder mit besonderen Bedürfnissen wurde unter Berücksichtigung der Frauenquote im Hinblick auf die Chancengleichheit bei der Frage nach den vorgesehenen Sparmaßnahmen in Folge der Finanzkrise der unverschuldet verschuldeten Empfänger einer Vorschussrente erneut in unerwarteter Einstimmigkeit … vom Tisch gefegt.
Hebm oder giahn…
Giahn mer ummi oan hebm oder giahn mer oan ummihebm?
Zu oan giahn oder zu oan hebm?
Zu oan zrugggiahn oder oan zrugghebm?
Nicht ånhebm oder nicht ångiahn?
I geah nimmer oder i hebs nimmer?
Ausgiahn oder aushebm oder ånhebm draufgiahn?
Geah mit mir oder geah mer net…?
Dernebm giahn oder dernebm giahn?
Heb mi! – oder: I heb di nimmer. Geah!
Mit Konflikte umgiahn oder Konflikte umgiahn?
Zsåmmhebm oder zsåmmgiahn wia die Milch und sauer wearn?
G H E P P
…mitn Redn ånghepp…
…ålls Möglich virghepp…
…in åndern nimmer ausghepp…
…ban Versteckelus inghepp…
…die Oahrn zuaghepp…
…an åndern ummighepp…
…und semm fest zsåmmghepp…
…Haupsåch ghepp…!
Martin Achmüller,
ein „zugereister“ Naturnser