Leserbriefe 20-2026
Ins richtige Licht gerückt
Im letzten Wind war ein Bericht von der Gemeinderatssitzung, wo ich auch zitiert wurde. „Die Laatscher tun mir nicht leid“, betreffend Verkehrsregelung (Sperre Glurns). Was so auch richtig ist, jedoch wie geschrieben, ist es etwas aus dem Zusammenhang gerissen und klingt dann etwas „verfälscht“ und möchte das ins richtige Licht rücken. Es geht nicht nur darum, dass man von der Schweiz kommend, durch zwei Schilder (Laatscher Abzweigung und Glurnser Abzweigung) die Leute über Prad Richtung Reschenpass lenkte, sondern was schwerwiegender ist, dass man vor ca. 2-3 Jahren über den gesamten Winter bei der Malser Kreuzung (alter Sportplatz), ein Schild anbrachte „Umleitung Livigno“ und somit alle Livigno Urlaubsgäste (gut 25% der ca. 15.000 Gäste kommen aus Osteuropa) wurden über Glurns oder Tartsch - Schluderns - Prad umgeleitet. Daher kann man dann nicht jammern, wenn andere Dörfer dasselbe machen. Es ist wohl klar, dass nur eine ganzheitliche Lösung (große Umfahrung) allen betroffenen Dörfern mehr Lebensqualität bringt und das Verkehrsproblem verbessert.
Edwin Lingg, Schluderns
Leistbares Wohnen in Naturns
Zu diesem heiklen Thema möchte ich folgendes festhalten, dass in unserer Gemeinde zur Zeit mehr als 200 Wohneinheiten leerstehen, über 130 Mitarbeiterwohnungen für die Hotellerie besetzt sind und ca. 150 Wohneinheiten für touristische Vermietungen verwendet werden, das sind mehr als 500 Wohneinheiten welche dem Miet- oder Kaufmarkt entzogen sind. Der derzeitige m2 Preis einer Wohnfläche beträgt in Naturns ca. € 7.000,00 bis 10.000,00, welcher normal verdienende Bürger kann sich das noch leisten. In Naturns wurden meines Wissen in den Jahren 2025/26 keine Wohnbauzonen für geförderten bzw. sozialen Wohnbau mehr ausgewiesen, gibt es keinen Bedarf oder fehlt dazu der politische Wille.
Ich jedenfalls glaube eher an das Letztere, seit ich die Pressemitteilung des SVP-BM Zeno Christanell vom 29.06.2026 gelesen habe, wo er einige Bauvorhaben für das nächste Jahr ankündigt. Derzeit ist in Naturns regelrecht ein Bauboom ausgebrochen, denn mehr als 40 neue Wohneinheiten werden gebaut und keine davon entspricht den Kriterien für „Leistbares Wohnen“. Mit solchen Maßnahmen unterstützt man nur die Immobilienwirtschaft und sonst niemanden, denn solche Projekt sind nur für Wirtschaftstreibende, Investoren und Spekulanten bezahlbar und dienen nur der Gewinnmaximierung. Deshalb stelle ich mir weiters die Frage, wo enstehen dann die jährlichen 20 leistbaren Wohnungen für uns normal verdienende Bürger von Naturns die notwendig sind, laut „Vision Naturns 2030+“ Aber solange die Entscheidungsträger aus einer SVP-Mehrheit kommen, wird sich so schnell nichts ändern. Deshalb appelliere ich an alle Bürger/innen, seit wachsam und überlegt es euch gut wen ihr in der nächsten Zukunft vertraut und unterstützt in unserem
Dorf Naturns.
Elmar Karl Müller, Naturns
Sternenstaub für Schnals
Da haben Sie der Gemeindeverwaltung interessante neue Aufgaben zugeordnet. Obs den Frauen gefällt?
Richard Gufler
Garten und Golli
Die Ferienregion Reschensee hat im Rahmen des Naturgartenwettbewerbs besondere Gärten und engagierte Gartenbesitzerinnen und -besitzer ausgezeichnet, die mit viel Liebe zum Detail einen wertvollen Beitrag zur Natur- und Artenvielfalt in unserer Region leisten und zwar in den Kategorien Bauern- und/oder Nutzgarten, Garten- und/oder Parkanlage, Parkplatz, Balkonblumen und Bauwerksbegrünung
Nun werden die Gewinnerinnen und Gewinner in kleinem Rahmen beim Gollimorkt offiziell prämiert und zwar am 16. Oktober um 14 Uhr am Hauptplatz von Mals.
Richtig gestellt
Im Vinschgerwind Nr. 18 vom 3. September 2025 habe ich in der Rubrik „Vom Wind gefunden“ unter dem Titel „Erschöpft vom Sein“ über eine Theorie der Philosophin Marina Christodoulou geschrieben. Sie meint: „Wir sind müde vom Sein, erschöpft von der Welt…Es ist das Gefühl, dass die Welt zu schwer geworden ist“. Ich habe in diesem Zusammenhang auch das Chronische Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) genannt. Aufmerksame Leser dieser Rubrik haben das so interpretiert, als würde ich ME/CFS nicht als Krankheit, sondern nur als Gefühl sehen. Das tut mir leid, und ich möchte mich für diese unklare Aussage entschuldigen. Ich habe das nicht so gesehen und auch nicht so gemeint. Für mich ist klar, dass ME/CFS eine schwere Krankheit ist, welche die Aufmerksamkeit der Gesellschaft erfordert.
Heinrich Zoderer (hzg)
HAIKU – Gedicht
abgedruckt im Dezember 2025
im Enkô/Japan:
Herbstabendlicht – ein leiser Flügelschlag
füllt den Himmel.
© Helga Maria Gorfer
Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an
INFOABEND in deutscher Sprache
Gemeinsam für Kinder
Freiwillige gesucht
Die Caritas Diözese Bozen-Brixen und der Bereich Familien mit Kindern und Jugendlichen der Sozialdienste Vinschgau laden herzlich zu einem Informationsabend zum Thema „Wie kann ich mich freiwillig engagieren und was kann meine persönliche Bereicherung sein?“ ein.
Was Sie erwartet: Einblick in die Freiwilligenarbeit mit Brigitte Hofmann, Leiterin der Dienststelle Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit
Vorstellung des Projekts „Lies mit mir“ der Caritas und das Angebot der Freiwilligentätigkeit für Familien mit Kindern und Jugendlichen
Wann: 21.10.2026 um 18:30 Uhr
Wo:Mittelpunktbibliothek Schlandersburg, Schlandersburgstrasse 6, I-39028 Schlanders
Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Für mehr Informationen:
Dienststelle Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit Caritas Diözese Bozen-Brixen
Tel: +39 0473 495 632
Bereich Familien mit Kindern & Jugendlichen der Sozialdienste Vinschgau
Tel: +39 0473 736 700