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Mals

Malser T-Rex

von Erwin Bernhart
Der Gemeinderat von Mals hat die vier im Gemeindegebiet vorhandenen Tourismuszonen einstimmig um 5 Jahre verlängert und sich so als T-Rex also als Tourismus-König erwiesen. Würden alle Zonen verbaut, kämen in der Gemeinde rund 250 Betten hinzu.
veröfftl. am 19. August 2026

Der Malser BM Josef Thurner macht Nägel mit Köpfen und lässt den Gemeinderat beschließen, dass die Tourismuszonen um 5 Jahre verlängert werden.

Der Gemeinderat von Mals hat kürzlich jenes Schlupfloch genutzt, welches der Tourismuslandesrat Luis Walcher im Langes geöffnet hat: die Verlängerung der Tourismuszonen. Bekanntlich hätten im Herbst alle Tourismuszonen verfallen sollen, wenn nicht innerhalb Herbst 2026 den Gemeinden entsprechende Bebauungsprojekte vorlägen. Walcher hat die Bettenstopp-Doktrin von seinem Vorgänger Arnold Schuler aufgeweicht und „strukturschwachen“ Gemeinden die Möglichkeit gegeben, die vorhandenen Tourismuszonen ohne Projekte mit einfachem Ratsbeschluss um 5 Jahre zu verlängern und so den Projektwerbern Zeit und Luft zu verschaffen. BM Josef Thurner sagt, dass es sich in der Gemeinde Mals um vier Tourismuszonen handle. Die Tourismuszonen seien erworbene Rechte. Mit der rund einen Hektar großen Zone oberhalb von Röfen bei Prämajur wurde die Zone von Markus „Klas“ Moriggl um 5 Jahre verlängert. Moriggl hatte bereits 2024 eine Projektidee zur 15.000 Kubikmeter möglichen Verbauung. Diese Idee ist nicht mehr aktuell und Moriggl ist weiterhin auf der Suche nach Investoren für einen Hotelkomplex mit rund 150 Betten. In Prämajur gibt es eine zweite Tourismuszone von Fritz Ziernheld, der einige Ferienwohnungen auf einer Fläche von 2.200 Quadratmetern mit rund 20 Betten verwirklichen kann. Der Rechtsstreit mit dem Nachbar, so sagt es BM Thurner, sei inzwischen beigelegt. Dass beim Einreichen der Projekte die Leitlinien des Landes in Richtung Nachhaltigkeit, in Richtung Unterkünfte der Mitarbeiter und einigem mehr einzuhalten sind, wurde auch im Ratsbeschluss explizit festgehalten. Auf die Frage nach dem Wassermanagement in Prämajur sagt Thruner, dass die Wasserproblematik vor 3 Jahren aufgrund eines technischen Defektes aufgetreten sei, der inzwischen behoben ist. Zudem habe die Gemeinde ein Projekt über ein neues Reservoir in der Schublade und auch eine neue Quelle im Visier, die bei Bedarf neu gefasst werden kann. Also einen Wassermangel in Prämajur gebe es nicht.
Eine kleine Tourismuszone befindet sich beim Hotel Margun, welches um rund 20 Betten erweitert werden kann.
In Burgeis ist mit rund 2200 Quadratmetern die Tourismuszone von Roland Reinalter vorhanden. Reinalter möchte, so das Ansinnen, dort einen Campingplatz anlegen mit überschlägig 20 Stellplätzen, was rund 60 Betten entsprechen würde.