Marmorschüler machen Laas bunt
Blick in den Werkraum am Tag der offenen Tür
Die Berufsfachschule für Steinbearbeitung „Johannes Steinhäuser“ präsentiert sich großzügig mit professionell ausgestatteten Werkstätten, Kran, Brückensäge, Brenn- und Druckraum. Die Zeichen- und Modellierräume sind funktionell und praxisnah gestaltet. In den Werkstätten ist dank leistungsstarker Absauganlage ein Arbeiten ohne Staubmaske möglich.
Gearbeitet wird vor allem mit Göflaner und Laaser Marmor. Material und Werkzeug stellt die Schule kostenlos zur Verfügung. Die Schüler:innen arbeiten mit gesetzten Schwerpunkten, zu einem vorgegebenen Thema ziemlich frei und können eigene Interpretationen mit einfließen lassen. Mit 30 Schüler:innen ist es eine kleine Schule. Unterschiedliche Altersgruppen und Nationalitäten arbeiten zusammen, begegnen sich auf Augenhöhe, lernen voneinander, unterstützen sich und verfolgen ein gemeinsames Ziel. Das eigene Projekt will mit den vorhandenen Ressourcen umgesetzt werden. Diese positive Stimmung spüren die Gäste vom „Tag der offenen Tür“, Lehrer:innen und Schüler:innen. Letztere machen die Schule und das Dorf Laas bunt, füllen es mit Leben und Kreativität der weiten Welt.
Der Praxis- und Theorieanteil der Vollzeitausbildung zum Steinmetz ist in den ersten drei Klassen ausgewogen und endet mit einem Berufsbefähigungszeugnis. Eine weiterführende 4. Klasse führt zum Berufsbildungsdiplom Steinbildhauer und zur Matura. Ein Teil an Theorie wird dabei am Hauptsitz, dem BZS Schlanders vermittelt. Als weiterführenden Ausbildungsweg bietet die Schule zudem zwei Spezialisierungslehrgänge an, die Spezialisierung Steinbildhauer und die Meisterklasse Steinbildhauer. Diese fokussieren sich auf die Praxis. Die fachtheoretische, handwerkliche, praxisnahe Schule mit Gestaltung als zentralen Punkt bietet eine Basis für verschiedenste Berufsrichtungen. (chw)