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Valchava/Interreg Italien-Schweiz

RaetiaCulTour – Ein Strategiepapier

veröfftl. am 14. Oktober 2026

In der Chasa Jaura in Valchava wurde das Strategiepapier über eine grenzüberschreitende touristische Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg Italien - Schweiz vorgestellt: v. l. Peter Luis Thaler vom GWR, die Gemeindepräsidentin Gabriella Binkert Becchetti, Ellis Kasslatter von Visual2 und Mathias Stuflesser, Abteilungsdirektor der Ladinischen Bildungs- und Kulturverwaltung

Beim Erntedankfest in Valchava im Münstertal wurde am 4. Oktober in der Chasa Jaura auch ein Strategiepapier über touristische Ideen für einen grenzüberschreitenden Sprach- und Erlebnisraum vorgestellt. Es geht um die stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung beim Kulturtourismus in der Terra Raetica bzw. zwischen dem Obervinschgau, dem Unterengadin und dem Münstertal und die Förderung über INTERREG VI-A Kleinprojekte. Im Auftrag der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) erarbeitete die Marketing- und Kommunikationsagentur Visual2 SNC von Ellis Kasslatter & Simon Kostner, zusammen mit Teilnehmern aus dem Obervinschgau und dem Engadin das Strategiepapier. 10 Experteninterviews und drei Workshops wurden durchgeführt. Projektpartner sind neben der GWR, der Regiun Engiadina Bassa / Val Müstair auch die Abt. 18 der Ladinischen Bildungs- und Kulturverwaltung. Ellis Kasslatter und Gabriella Binkert Becchetti, die Gemeindepräsidentin von Müstair, erläuterten das Strategiepapier. Es gibt zwar die Staats- und die Sprachgrenze, aber das rätoromanische Erbe, die gemeinsame Kultur dieser Region ist älter. Deshalb sind wir mehr als Nachbarn. Wir haben gemeinsame Traditionen und jahrhundertealte wirtschaftliche Beziehungen, so Binkert. Die Stärke der Region liegt nicht in einzelnen Sehenswürdigkeiten, sondern in der gemeinsamen kulturellen Identität, so ein Ergebnis der Workshops. Es gibt bereits grenzüberschreitende Interreg-Projekte. Diese sollen ausgebaut und neue Projekte entwickelt werden. Konkret wurden vier Produktwelten genannt: Kulinarik, Handwerk, Sprache und Geschichte und zwei Querschnittsthemen: Musik und Natur. Nach dem Erstellen des Strategiepapiers geht es nun um die konkrete Umsetzung der Ideen und die Erarbeitung von konkreten Projekten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Gesangsquartett „De cater“ aus St. Ulrich in Gröden. Die vier Frauen überraschten das bunt gemischte Publikum mit Liedern in Ladinisch, Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. (hzg)