Ritterspiele trotzen dem Regen
Die Südtiroler Ritterspiele in Schluderns waren trotz Wetterkapriolen mit rund 20.000 Gästen wiederum gut besucht. Der Dauerregen am Donnerstag und Freitag hatte für aufgeweichte Böden gesorgt, die für die Gästeströme teilweise hinderlich waren. Doch die Kinder hatten einen riesigen Spaß. Viele genossen es barfuß im Schlamm zu „maatschen“. Der Präsident des Vereins Südtiroler Ritterspiele Edwin Lingg meinte schmunzelnd: „Wir haben so lange auf einen Regen gewartet, deshalb müssen wir ihn jetzt halt zulassen“. Er schätzt die Wertschöpfung durch die Ritterspiele für die Region Vinschgau auf mehrere Millionen Euro.
Umfangreich und mit vielen neuen Attraktionen bestückt war das von Programmkoordinator Mirko Stocker zusammengestellte Programm. Rund um die Uhr gab es auf mehreren Bühnen, in der Arena und auf dem Freigelände viel zu sehen und zu hören. Viel Lob bekam das Kinderprogramm, das Stefan Schwarz mit seinem Team gestaltet hatte. Unzählige SchludernserInnen halfen an den Versorgungsständen der Vereine. Kurzum, der Ort präsentierte sich wiederum als intakte Dorfgemeinschaft. Sehr gefordert waren die Feuerwehrmänner, die Autos aus dem Schlamm ziehen mussten.
Der Verein Südtiroler Ritterspiele wird 2027, laut Lingg, wohl keine neuen Investitionen auf dem Festgelände tätigen können. Doch er ist zuversichtlich, dass das 20. Jubiläum trotzdem erfolgreich gefeiert werden kann. (mds)