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Vom Wind gefunden

Shrinkflation und Skimpflation

veröfftl. am 18. März 2026

Unter Inflation versteht man den Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen. Das Geld verliert an Wert und die Kaufkraft sinkt. Ein anderes Wort für Inflation ist Geldentwertung oder Verteuerung. Doch was versteht man unter Shrinkflation und Skimpflation? Das sind versteckte Preiserhöhungen durch sogenannte Mogelpackungen, um die Konsumenten nicht abzuschrecken. Die Konsumenten werden getäuscht. Durch „Sparmaßnahmen“ bei Füllmengen und Qualität werden indirekt Preiserhöhungen gemacht. Der Preis bleibt gleich, doch die Füllmenge sinkt, das nennt man Shrinkflation. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „shrink“ für „schrumpfen“ und „flation“ (von Inflation) zusammen. So enthält bei gleichem Preis das Joghurt plötzlich nur noch 400 statt 500 Gramm, die Tütensuppe reicht nur noch für 750 Milliliter statt für einen ganzen Liter und in der Eispackung sind nur noch vier statt fünf Stück. Shrinkflation ist heute vor allem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verbreitet. Aber auch Produkte wie Toilettenpapier, Handcreme oder Geschirrspülmittel sind betroffen. Ohne eine Veränderung der Verpackung fällt die verringerte Füllmenge kaum auf. Ein weiterer Trick der Hersteller: Der Preis bleibt gleich, doch der Anteil wertgebender, meist teurer Zutaten sinkt. Das nennt man Skimpflation. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „skimp“ (einsparen) und „flation“ (von Inflation) zusammen. So wird ein Orangensaft aus 100 Prozent Orangen unauffällig zum Orangennektar mit 50 Prozent Fruchtgehalt. (hzg)