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Naturns/Staben

Mehr Sicherheit für Staben und für Kompatsch

veröfftl. am 06. Januar 2026

v. l.: der Geologe Konrad Mesner (hat das Projekt in Staben ausgeführt), BM Zeno Christanell und der Geologe Carlo Ferretti (Projekt oberhalb von Kompatsch)

Wenn ab dem 12. Januar 2026 Hubschrauber über Kompatsch und über Staben kreisen, dann bringen sie schweres Gerät auf den Berg. Denn oberhalb von Kompatsch werden zwei neue Steinschlagzäune errichtet und oberhalb von Staben werden 6 neue Steinschlagnetze errichtet. Die Bauten sind ausgeplant, die Arbeiten sind vergeben, es kann losgehen und die Bauzeit ist mit weinigen Wochen kurz.
Ziel ist es, die derzeit im Gefahrenzonenplan als rot eingezeichneten Zonen in blaue Zonen umzuwandeln.
Der Naturnser BM Zeno Christanell hat die Kompatscher und die Stabner am 16. Dezember zu einem Informationsabend eingeladen und auch um Fragen stellen zu können. Denn mit Carlo Ferretti und mit Konrad Messner waren die zwei Geologen anwesend, die die Ausführungsprojekte erarbeitet haben, Ferretti jenes für Kompatsch und Messner jenes für Staben. Bei der Erstellung des Gefahrenzonenplanes sei augenscheinlich geworden, dass sich Teile der Siedlung in Kompatsch und Teile von Staben in einer roten Zone befinden. Um für Schutz und auch für Baumöglichkeiten zu sorgen, sei man, so BM Zeno Christanell, aktiv geworden und habe für Projekte und für entsprechende Finanzierung gesorgt. die rund 700.000 Euro, die für die Steinschlagschutznezte ausgegeben werden, werden zu 80 % vom Land und zu 20% von der Gemeinde Naturns finanziert. Die Gemeinde Naturns verwendet dafür Umweltgelder von der Alperia. Es sei eine gute Nachricht, dass beide Projekte genehmigt und durchfinanziert seien, sagte Christanell bei der gut besuchten Veranstaltung und auch, dass mit den Grundeigentümern, den Eigenverwaltungen von Naturns und von Staben,die Bauten vertraglich ausgemacht seien. Lob kam von den beiden Technikern, die eine solche Umsetzungsgeschwindigkeit noch nicht gesehen haben.
Festgestellt wurde, dass mit den Schutznetzen die Zonen um eine Stufe verbessert werden, also von rot auf blau bzw. von blau auf gelb. Geklärt werden konnte, dass die bisherige blaue Zone in eine gelbe Zone umgewandelt werden kann.
Die Prozedur der Änderung des Gefahrenzonenplanes, von der Baufertigstellung über die Abnahme bis zu den Beschlüssen im Gemeinderat und in der Landesregierung kann rund ein Jahr in Anspruch nehmen. (eb)