Für die Stärkung der Lokalpolizei
Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair sprach im Rahmen der Debatte zur Genehmigung des Ortspolizei-Gesetzes im Landtag. (Foto: LPA/Lukas Forer)
Was im Vinschgau bereits seit Jahren praktiziert und vorexerziert wird, wird nun auf Landesebene im novellierten Ortspolizeigesetz umgesetzt: Gut ausgebildet, zweisprachig und flächendeckend präsent: So soll sich die Ortspolizei in Südtirol künftig präsentieren. Erreicht werden sollen diese und noch weitere Ziele durch das neue Gesetz zur Ordnung der Ortspolizei, dem der Landtag am 11. Juni mehrheitlich zugestimmt hat. Für Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair ist damit der Startschuss zur Aufwertung der Lokalpolizei gefallen.
„Das neue Gesetz ist ein Meilenstein in der Ausgestaltung und Ausrichtung unserer Sicherheitspolitik. Wir nutzen den staatlich vorgegebenen Zuständigkeitsrahmen endlich besser aus und übernehmen als autonomes Land mehr Eigenverantwortung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“, betonte Mair nach der entscheidenden Abstimmung im Landtag.
Vorausgegangen war der Genehmigung des Gesetzentwurfs ein intensiver Austausch mit den Südtiroler Gemeinden, die nun auf eine Anreizfinanzierung zurückgreifen können, um die örtlichen Lokalpolizei-Einheiten auf freiwilliger Basis aufzubauen oder zu stärken.
„Mit dem neuen Gesetz soll die Ortspolizei in Südtirol umfassend aufgewertet, personell aufgestockt und vermehrt im Bereich der öffentlichen Sicherheit sowie der Prävention eingesetzt werden. Das heißt konkret unter anderem, dass der Fokus nicht allein auf Temposünder oder Falschparker liegen darf, sondern verstärkt auch auf Problemfelder wie Einbruchsbekämpfung, Wohnungsmissbrauch oder Drogenhandel“, sagt die Sicherheitslandesrätin.