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Kastelbell

Tscharser erinnern an alte Abmachungen

veröfftl. am 14. Oktober 2026

Beim Gemeinderat in Kastelbell war viel Publikum vertreten und die Wortmeldungen aus den Reihen der Zuhörer waren zahlreich

Viel Publikum, viele Probleme: Der Gemeinderat von Kastelbell-Tschars hatte am 7. Oktober die von BM Gustav Tappeiner vorgelesene Stellungnahme über die Abweisung des Rekurses vom Jagdrevier Kastelbell nur zur Kenntnis zu nehmen. Tappeiner signalisierte Dialogbereitschaft mit dem Jagdrevier. Keinesfalls will er aber das Verfahren zum Gemeindeentwicklungsplan nochmals öffnen.
Interessant, für die Beteiligten erfreulich, für Außenstehende ewas irritierend war das Verfahren zur Abänderung des Gefahrenzonenplanes. Man hatte den Gefahrenzonenplan mit 9 roten Zonen im Dezember 2025 im Rat genehmigt. Bereits zuvor sind einige Grundbesitzer dagegen Sturm gelaufen. Die Gemeinde hat den Geologen Konrad Messner mit einer Nachuntersuchung beauftragt und dieser hat den Guldhof und die Ferienwohnungen vom Falzrohrhofes aus der Gefahrenzone herausgenommen, ebenso das Felsenhaus von Simon Messner, die Waalerhütte und das Haus vom Tierarzt Forcher. Der Falzrohrhof und der Unterortlhof werden blaue Zone. Diese Abänderungen seien mit dem Amt für Geologie abgesprochen.BM Tappeiner sagte, dass der ursprüngliche Gefahrenzonenplan in Teilen oberflächlich gemacht worden sei. Die Grundbesitzer bzw. Bauern sind erleichtert, dankten der Gemeindeverwaltung und sprachen dem Gemeindesekretär Urban Rinner großes Lob aus, denn mit ihm gehe etwas weiter.
Der Tscharser Gemeinderat Georg Ausserer eröffnete dann das Unbehagen der Tscharser. Seit der Tunneleröffnung haben sich die Lärmproblematik und die Raserei von der Obstgenossenchaft bis zur Sandmühle erheblich verschäft. Er selbst habe einen LKW mit 100 km/h beim Lamprecht vorbeirasen beobachten können, weil er hinterher gefahren ist. „Das kann es nicht sein“. „Wenn der Verkehr nicht steht, wird gerast“, brachte es Manuela Gerstgrasser vom Freien Bündnis auf den Punkt. In diesselbe Kerbe schlugen mehrere Wortmeldungen von Tscharsers und Anwohnern an der SS38. Auch wurde an ein Versprechen erinnert, welches vor Jahren bei einer Versammlung im Josef-Maschler-Haus im Beisein des damaligen Landesrates Florian Mussner gegeben worden sei. Die Tscharser hatten damals der langen Tunnelvariante zugestimmt, wissend, dass damit die bis dahin angedachten zwei Tunnels (einer hinter Kastelbell bis Galsaun und ein zweiter unterhalb Tschars) vom Tisch sind. Im Gegenzug wurde von Kastelbeller Seite versprochen, dass den Tscharsern bei den kommenden Verkehrslösungen mit aller Kraft geholfen werde.
Ein erster Schritt wurde dahin getan, indem die Gemeinde das Ingenieurbüro Pohl mit Untersuchungen auf besagtem Streckenabschnitt beauftragt hat. (eb)