Überraschende Trennung
Kein Platz für Gerald Burger in der Tourismusgenossenschaft Reschenpass - zu unterschiedlich die Auffassungen über die Tourismusbewirtschaftung; Tourismuspräsident Thomas Strobl (rechts)
Es hat einige Tage gedauert, bis die Nachricht durchgesickert ist. Die Dolomiten machte am 13. Jänner als erste publik, dass Gerald Burger nicht mehr Direktor der Ferienregion bzw. seit 1.1. Tourismusgenossenschaft Reschenpass ist. Alle Beteiligten, mit denen der Vinschgerwind gesprochen hat, blieben bei dieser Feststellung: Man habe sich einvernehmlich getrennt. Mehr wolle man zur Causa Burger nicht sagen, man wolle in Ruhe weiterarbeiten. Gerald Burger ist seit 2018 Geschäftsführer der seit der Liftfusion aufstrebenden und spannenden Ferienregion Reschenpass. Burger ist ein Organisationstalent, welches er als federführender Organisator des Reschenseelaufes bereits vor mehr als 20 Jahren und dann jedes Jahr auf’s Neue unter Beweis gestellt hat. Mit „La Venostana“ hat Burger ein jährliches Langlaufevent im Langtaufer Tal zu etablieren versucht. Bike-Veranstaltungen, Bergläufe - die Liste der von Burger betreuten Events ist lang. Alles nichts. Ein sichtbares Anzeichen dafür, dass diese Events am Reschenpass anders und neu bewertet werden, ist, dass „La Venostana“ heuer gar nicht stattfindet.
Die Tourismusgenossenschaft Reschenpass will jedenfalls ohne Burger neu starten und so ist vor den Weihnachtsferien diese einvernehmliche Trennung in die Wege geleitet worden und Burger wurde die Kündigung zum 31.12.2025 nahegelegt. Der Präsident der Tourismusgenossenschaft Reschenpass Thomas Strobl vom noblen Seehotel in Reschen sagt, dass die Trennung eine interne Personalentscheidung sei, die vom gesamten Verwaltungsrat mitgetragen werde. Man sei im Guten auseinandergegangen. Derzeit sei man zwar ohne Direktor, aber mit den vier Büromitarbeiter:innen und mit zwei Außendienstmitarbeitern sei ein motiviertes Team am Werk. Darauf angesprochen, ob denn das große und weit über die Gemeinde Grau hinaus bekannte Event, der Reschenseelauf, noch stattfinden werde, sagte Strobl, dass man es sehr begrüßen würde, wenn der Veranstalter, der Rennerclub Vinschgau, den Reschenseelauf weiterhin veranstalten und betreuen würde.
Gerald Burger sagt, dass die Trennung rasch über die Bühne gegangen sei und er sich nun neu orientieren und neu sortieren müsse.