Die Pusterer landeten als Bettvorleger
Der Grauner BM Franz Prieth, im Bezirk für Energie und Tourismuszuständig und im Verwaltungsrat der SELfin vertreten, schmiedet immer große Pläne
Wie sich die Geschichte bei der Wahl des neuen Vorstandes der Alperia entwickelt hat, wollen wir in einer Rückbetrachtung vom Grauner BM Franz Prieth wissen. Prieth ist auch Energiereferent im Bezirksausschuss der Bezirksgemeinschaft Vinschgau und er sitzt für den Vinschgau im Verwaltungsrat der SELfin. Zur Erinnerung: Der Verwaltungsrat der Alperia wurde im heurigen Langes auf 10 Mitglieder aufgestockt und Prieth hat in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau darauf hingeweisen, dass es möglich sein kann, dass der Vinschgau über die SELfin einen Verteter in den Verwaltungsrat der Alperia entsenden könnte. Prieth hat im Vorstand der SELfin seinen BM-Kollegen Georg Altstätter namhaft gemacht, der mit dem Stausee im Martelltal und dem daran anschließenden E-Werk in Laas über Erfahrung und Know-How im Energiesektor verfüge. Die Vinschger haben die Alperia-Rechnung allerdings ohne die Pusterer gemacht. Die haben über den SELfin-Präsidenten Sebastian Helfer den SELfin-Vizepräsidenten Robert Alexander Steger für den Alperia-Vorstand namhaft gemacht. Franz Prieth war dann im SELfin Vorstand so gut wie machtlos. Der Pusterer Jubel hielt allerdings nicht lange, denn die Pusterer haben ihrereseits die Alperia-Rechnung ohne das Land gemacht. Denn dort hat es geheißen, dass die SELfin ein Frau namhaft hätte machen müssen. Und zwar subito. So kam die ehemalige Direktorin der Familienagentur Carmen Plaseller als Vorschlag zur Wahl. Also auch die Pusterer waren in Richtung Alperia-Veraltungsrat gestartet wir die Tiger und landeten letztlich wie die Bettvorleger. Im Vinschgau sagt man, das komme davon, wenn man die Vinschger übertölpeln wollte. Allerdings, so sagt es Franz Prieth, klappe der Informationsaustausch im Vorstand der SELfin gut. Schließlich sei die SElfin an der Reschenstauseekonzession mit 15 und die Vinschger Gemeinden mit insgesamt 8% beteiligt.
Eine Stufe interessanter dürfte es werden, wenn die beiden Alperia-Töchter Alperia Green-Power und Vipower mit einem neuen Verwaltungsrat besetzt werden. Derzeit werden die beiden Tochtergesellschaften vom Alleinverwalter in der Person von Dieter Theiner dirigiert (Chief Executive Officer Alperia Greenpower Srl). Green-Power verwaltet das E-Werk in Graun mit dem Speicherbecken in Kappl und das Großkraftwerk Laas mit dem Stausee in Martell. Vipower ist jene AG, die die Konzession am Reschenstausee und den angeschlossenen E-Werken in Schluderns und in Kastelbell verwaltet. „Es wäre sehr interessant, wenn man als Vinschger Gemeinden in diesen Gesellschaften eine direkte Mitsprache hätte“, sagt Franz Prieht. (eb)