Die „Weisswand“
Die Protagonisten auf der Bühne in Glurns mit Moderator Simon Messner (links)
Was der Weißwasserbruch für Laas ist, ist die „Weisswand“ für Partschins, nämlich ein Ort für den Abbau von Marmor. Während der Marmor aus dem Weißwasserbruch“ zu hochwertigen Fliesen, Platten und Skulpturen verarbeitet werden kann, wird der Marmor aus der „Weisswand“ oberhalb von Quadrat zu hochwertigen Verputzen und Baumaterial verarbeitet. Jedenfalls stammen die Marmore aus der gleichen Ader.
Die Gemeinde Partschins, Eigentümerin der „Weißwand“, verpachtet rund 2 Hektar Marmorbruch zur Weiterverarbeitung an die Firma Röfix. Der Gemeindeausschuss hat die Konzession mittels eines öffentlichen Versteigerungsverfahen ausgeschrieben und am 17.12.2021 den provisorischen Zuschlag zu einem jährlichen Pachtzins von 60.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an die Firma Röfix für die Dauer von 10 Jahren ab 07.12.2022 vergeben. Die Abbaugenehmigung vom zuständigen Amt ist vorhanden und es wird abtransportiert. Jährlich findet ein obligatorischer Lokalaugenschein mit dem Konzessionär und den Landesämtern statt. 2026 wurden dabei Optimierungen besprochen, etwa dass der Konzessionär Erdmaterial außerhalb des Steinbruches anliefern solle, damit eine optimalere Renaturierung stattfinden könne. Die Anlieferung solle mit jenen LKW erfolgen, die auch den Marmor zu Tale bringen. Zudem wurde die von der Gemeinde konzessionierte Abbaumenge von 15.000 Kubikmetern pro Jahr auf 20.000 erhöht. Der Gemeindeausschuss von Partschins hat kürzlich diesen Änderungen zugestimmt: „Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Landesämter wird es als sinnvoll erachtet, den beantragten Optimierungen in Abweichung zum Gemeindekonzessonsvertrag zuzustimmen, insbesondere unter Bezugnahme auf die in den Protokollen der Lokalaugenschein dargelegten Begründungen.“ (eb)