Wilde Jahre - ein Südtiroler Geschichtsbuch
Am 3. März gab es in der Schlandersburg eine lebendige Buchvorstellung von Patrick Rina und Paul Rösch, mit musikalischen Einlagen von Rösch auf seiner Ziehharmonika.
Paul Rösch, der ehemalige Direktor des Touriseums und Ex-BM von Meran und Patrick Rina, der Journalist und Historiker, stellten am 3. März in der Schlandersburg ihr Buch „Wilde Jahre. Tourismus in Südtirol 1961–1983“ vor. In lockerer Atmosphäre erzählten die beiden Autoren über das Buchprojekt, die vielen Gesprächsrunden im ganzen Land und die rasanten Entwicklungen in den Nachkriegsjahrzehnten in Südtirol. Es ist nicht nur ein unterhaltsames und informatives Buch über die Entwicklung des Tourismus, sondern ein Südtiroler Geschichtsbuch über die größten gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen vom armen Bauernland zum reichen Tourismusland. Mit der Feuernacht und den Bombenjahren nach 1961 geriet Südtirol in den Fokus der internationalen Presse und wurde auch als Urlaubsland entdeckt. Es begann ein Aufbruch und ein sagenhafter Aufbau von Frühstückspensionen, Restaurants und Hotels. Aus Bauern wurden Hoteliers. Visionäre und Pioniere im ganzen Land bauten Hotels, Lifte, Schwimmbäder und Wanderwege. Paul Hanny war einer der Pioniere in Sulden, Leo Gurschler ein tragischer Pionier im Schnalstal, der ein Hoteldorf aufbaute und mit dem Bau einer Gletscherseilbahn den Sommerskilauf ermöglichte. 1983 zerbrach er an einem Schuldenberg und machte Selbstmord. Zwischen 1961 und 1983 gab es einen großen Aufschwung, eine starke Zunahme des Wohlstands und der landschaftlichen Veränderungen. Neben dem Sommertourismus wurde auch der Wintertourismus angekurbelt. Später entstand ein neuer Renner: die Törggelezeit im Herbst. Im Buch wird die Rolle der Frauen beschrieben, die Bedeutung der Trachten, der Volksmusik, der Tiroler Küche mit mediterranen Einflüssen, die neuen Freizeitaktivitäten und Brauchtumsabende. In Wort und Bild werden die Werbestrategien, der Souvenirhandel und die Vermarktung der Kultur und Landschaft, aber auch die Risse, Schattenseiten und das Problem Overtourismus behandelt. Ergänzt werden die lokalen Entwicklungen durch mehrere Beiträge von Adina Guarnieri, welche die globalen Veränderungen in dieser Zeit skizziert. (hzg)
Sanierung Alter Widum Tartsch von Architekt Christian Kapeller Jury-Statement: „Erhalten ist hier keine Nostalgie, sondern Haltung....In der langen Geschichte dieses Hauses liegt kein Ende, sondern ein Übergang.“ Foto: Renè Riller
Neue Feuerwehrhalle Vetzan von der Arbeitsgemeinschaft um Architekt Lukas Wielander, Martin Trebo, Martin Egger und Manfred Mayr. Jury-Statement: „Die neue Feuerwehrhalle in Vetzan überzeugt durch ihre konsequente Einfachheit und eine hohe Sorgfalt im Detail....Die durchgängige Palette reicht bis in die kleinsten Bauteile und tritt in einen bewussten Dialog mit den funktionalen Elementen des Feuerwehrbetriebs.“ Foto: Renè Riller
Gartenheim Latsch von Architekt Alexander Tartarotti Jury-Statement: „Dieses Gebäude sprengt das Konzept des freistehenden Wohnhauses....Vor allem stellt die Wahl des Bautyps mit einem übereinandergesetzten Einfamilienhaus eine Neuinterpretation des Doppelhauses dar.“ Foto: Tim Love Weber Photography
BASIS Vinschgau Venosta von Architekt Thomas Hickmann Jury-Statement: „BASIS Vinschgau trägt in vielerlei Hinsicht zum zeitgenössischen architektonischen Diskurs bei. Hier entsteht eine neue Öffentlichkeit – nicht vollständig geplant, sondern praktiziert, erlebt, verhandelt. Aus der ehemaligen „Drusus Kaserne“ wird eine Infrastruktur des Austauschs.“ Foto: Jürgen Eheim
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