Yaks ohne Messner
Reinhold Messner bleibt auch im reiferen Alter so etwas wie ein wilder Hund. Denn bis am Abend vor dem Besuch der Yaks am 17. Juli stand die Zusage von Diane und Reinhold Messner aufrecht. Reinhold hat damit gerechnet, dass er nach einem chirurgischen Routineeingriff wie ein Jungspund rasch wieder auf den Beinen sein wird und der Wanderung ins Madritschgebiet nichts im Wege steht. Die Ärzte haben das anders gesehen und haben dem Reinhold Ruhe und Erholung verschrieben. Verständlich auch, dass Diane Messner bei ihrem Mann bleiben wollte. Also nix mit Madritsch.
Es blieb dem Erich Pfeifer, dem Präsidenten der Seilbahnen Sulden, den am 17. Juli zahlreich erschienen Gästen in Sulden die Nachricht zu überbringen, dass es bei der beidseitigen Leistenbruchoperation zu leichten Komplikationen gekommen sei und der ärztliche Rat zur Erholung eine Teilnahme am Yaktrieb verhindert habe. Die Gäste aus dem italienischen Raum, aus dem benachbarten Österreich und aus der Schweiz und die Gäste aus Deutschland, auch Gäste aus Argentinien wurden gesichtet und viele Einheimische hätten gerne den Reinhold und die Diane gesehen, genossen aber trotzdem die wunderbaren Verhältnisse auf Madritsch und verbanden die Wanderung mit einem anschließenden Besuch in der Madritschhütte und genossen dort Speis und Trank bei Live-Musik.
Weil ohne Konkurrenz wurden jene zu Stars, für die man die Wanderung von der Bergstation der Seilbahn hinauf zur Madritschhütte unternommen hat: die Yaks. Im Jahr 1985 hat Reinhold Messner die ersten Yaks von Tibet nach Sulden gebracht und seither hat er jedes Jahr den Yakauftrieb begleitet. Es ist heuer das erste Mal, dass er nicht dabei war. Nächstes Jahr wird sich das wieder ändern, sagt man in Sulden.
Die fünfköpfige Yakherde wird im Winter von Fabian Brenner und seiner Frau Elisa am Hof von Reinhold Messne in Sulden bestens bereut und vor 10 Tagen sind die zotteligen aber wilden Tiere selbständig von der Talstation hinauf nach Madritsch gewandert. Michael Reinstadler, Hirte von rund 500 Schafen in der Suldner Berggegend, behirtet nebenbei die Yaks. „Die Yaks muhen nicht, sie grunzen“, sagt Brenner. Brenner und Reinstadler hatten schon zu tun, die vielen Leute, die sich unvorsichtig zum Fotografieren genähert hatten, von den Yaks fernzuhalten. Nachdem der Großteil der Leute an ihnen vorbeigegangen war, legten sich die Yaks mit dem Bullen „Halvar“ zur Ruhe und damit zu spektakulärer Fotopose. Ein Kamerateam von Servus-TV hat auf Madritsch gefilmt und Ursula Elbling vom Reinhold-Messner-Management hat umsichtig monitoriert. (eb)
Fabian Brenner, Ursula Elbling vom Messner-Management und Michael Reinstadler
Diane und Reinhold Messner wurden in Sulden heuer schmerzlich vermisst (Bild vom Yakauftrieb 2025)
Der Präsident der Seilbahnen Sulden Erich Pfeifer teilte den Gästen mit, dass Reinhold und Diane Messner heuer zum ersten Mal beim Yakauftrieb nicht dabei sein können
- Fabian Brenner, Ursula Elbling vom Messner-Management und Michael Reinstadler
- Diane und Reinhold Messner wurden in Sulden heuer schmerzlich vermisst (Bild vom Yakauftrieb 2025)
- Der Präsident der Seilbahnen Sulden Erich Pfeifer teilte den Gästen mit, dass Reinhold und Diane Messner heuer zum ersten Mal beim Yakauftrieb nicht dabei sein können