Zum Hauptinhalt springen

Schluderns

Die Zeit ist reif für Verkehrslösungen

veröfftl. am 16. September 2026

Im Gemeinderat von Schluderns wurde auch über die Stadtsperre diskutiert. Edwin Lingg (links) kritisierte die Verkehrsregelung von der Schweiz zum Reschenpass.

Der Gemeinderat von Schluderns hatte am 10. September als großen Beschluss die Genehmigung des Gemeindeentwicklungsprogramms auf der Tagesordnung. Einer einstimmigen Genehmigung stand nichts im Wege, auch mit dem Hinweis auf jahrelange Diskussion mit vernünftigen Lösungen. Zuvor hatte man vier Einwände von Bürger:innen abgelehnt, weil man die Einwände als nicht sinnvoll erachtet hatte. Die vielen mehr oder weniger grünes Licht gebenden Gutachten von Seiten der Landesämter nahm man zur Kenntnis und nur zum Gutachten des Amtes für Bau- und Kunstdenkmäler nahm der Gemeinderat Stellung, unter anderem mit dem Hinweis, dass „die Auferlegung von Bauverboten als indirekten Denkmalschutz“ nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde falle. In Summe, sagte BM Heiko Hauser, hätten die Ämter bekräftigt, dass das Gemeindeentwicklungsprogramm der Gemeinde Schluderns kompakt und sinnvoll gemacht worden sei. In den Rat eingeschoben hat man auch eine Bilanzänderung von rund 188.000 Euro. Unter anderem hat man eine Studie beim Malser Ingenieurbüro Patscheider&Partner in Auftrag gegeben, die das Abwassernetz des gesamten Gemeindegebietes untersuchen und Handlungsempfehlungen geben soll. Auslöser waren nicht zuletzt die unschönen Überschwemmungen von Kellern bei Starkregenereignissen.
In der Diskussion kam unter anderem auch die Sperre der Stadt Glurns für den Durchzugsverkehr zur Sprache. BM Heiko Hauser konstatierte, dass der Malser Bürgermeister derzeit überhaupt nicht gesprächsbereit sei. Denn vor allem in Laatsch habe sich ein Verkehrsaufkommen gezeigt, welches auf die Verkehrssperre in Glurns zurückzuführen sei. In Schluderns habe es auch eine Zunahme des Verkehrs gegeben, vor allem auf der Straße in Richtung Flugplatz, die als Ausweichroute genutzt worden sei und man dort Straßenschäden in Form von Ausweichstellen feststellen müsse. ER versteh die Glurnser schon, dass sie den Durchzugesverkehr ausgesperrt haben, allerdings gehe das nicht auf Kosten anderer Dörfer. Er werde den Landesrat Daniel Alfreider zu einem Treffen bewegen. Edwin Lingg sagte, dass es Ende September oder im Oktober ein Treffen mit Alfreider geben werde, damit man in der Frage einer Umfahrungsstraße weiterkomme. Man soll die derzeitige Stimmung nutzen. Mit den Dorfkaisern komme man ansonsten nicht weiter. Lingg, der Inhaber der Firma Lico in Müstair, stellte den Laatschern kein gutes Zeugnis aus. „Die Laatscher tun mir nicht leid“, sagte Lingg. Kommt man nämlich aus der Schweiz und wolle zum Reschenpass, dann werde man - laut Verkehrsschilder - nach Glurns über Prad und über Spondinig geleitet. (eb)